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“Danke EuGH, dass Du das Surfen anstrengender machst!” https://www.sueddeutsche.de/digital/eugh-cookies-webtracking-kommentar-nutzer-1.4624874 Noch einmal nachgehakt, von dem Artikel kann ich jeden Absatz unterschreiben, genau so ist es
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Wäre schön, wenn es geschafft würde, die selben Anstrengungen auf für den Datenschutz im Bereich Apps o.ä. auszuweiten.
Hier ist es oft noch deutlich schlimmer als bei Cookies auf Webseiten und für den Verbraucher noch weniger transparent.

Wir sehen als Aufsichtsbehörden durch das Urteil unsere Rechtsauffassung bestätigt und die beschränkt sich nicht auf Websites

Ich sehe das auch so, dass die Cookie-Diskussion exemplarisch geführt ist. Deshalb ist sie auch so viel wichtiger, als man annehmen könnte.

Muhaha der Infokasten zwischendurch

"In eigener Sache:

Auch die SZ setzt Tracking-Technologie ein. SZ.de erklärt auf dieser Seite, welche Tracker auf unseren Seiten eingesetzt werden und wie sie deaktiviert werden können."

Und dieser Kasten ist genau in der Mitte der Erklärung, warum das verboten ist. Was zur Hölle? :D

Wie gesagt: Trennung zwischen Redaktion und Verlag. Gut, dass der Journalist seine Meinung unabhängig vom Eigentümer schreiben kann

Lustig ist ein Blick darauf, wieviel Cookies die SZ setzt und bei wie vielen auf der SZ Seite gar kein Opt-Out möglich ist. Dass das erlaubt ist...

Ich finde erst einmal gut, dass der Journalist unabhängig vom Handeln des Verlages seine Position vertritt

Verstehe nicht, wieso gegen Tracking und anderen Schnüffeleien nicht das Strafrecht eingesetzt wird. Stalking bekämpft man doch auch nicht mit der DSGVO.

Es steht Ihnen ja frei, eine Strafanzeige zu stellen. Die Sicht der Datenaufsichtsbehörden im datenschutzrechtlichen Sinne kennen Sie ja

ich fände vom grundsätzlichen Design und Inhalt her genormte Banner nicht schlecht.
Sodass man nicht jedes Mal den Banner studieren muss, um zu verstehen, was man klicken MUSS, damit der Banner verschwindet und was man offensichtlich auslassen DARF

Wenn das einheitlich wäre, würde es nicht so stören, man hat ja sonst das Gefühl, jeden Millimeter akribisch zu prüfen, wenn man nicht seine Seele verkaufen will

Ich möchte eine rechtliche Klarstellung, welche Formen von Tracking gar nicht erlaubt sind (auch nicht bei Einwilligung) und verbindliche technische Tools, bestimmte Ablehnungen/Zustimmungen einmal zu erteilen und dann Websites/Apps zu prüfen, was diese machen

Ich habe noch nicht verstanden, warum Arten von Tracking erlaubt werden sollen. Im analogen Leben verfolgt mich niemand. Warum sollte ich das im digitalen dulden?

"Ablehnungen/Zustimmungen einmal zu erteilen" bedeutet eine zentrale Instanz mit Nutzerdaten? Wollen wir das? Wie erhält die Anwendersoftware diese Daten, um den Anbieter über die Absichten des besuchenden Nutzers zu informieren?

Dezentrale Variante: Korrekte Auswertung von "Do not track" in der Anwendersoftware.

Ich lege lokal bei mir fest, was ich akzeptiere und was nicht, dass wird dann im Hintergrund ausgehandelt. Ich kann mir zB bei bestimmten Diensten ein Tracking zwischen meinem Geräten vorstellen, um nahtlos nutzen zu können. Aber zB geht es FB einen feuchten Kehrricht an, was ich wann, wo und wie außerhalb der FB-App mache. Das ist der Unterschied

Ja, aber die Verknüpfung eigener Geräte über IDs oder ähnliches, damit man sie zB mit ein und demselben Account nutzen kann (wie bei Apple oder MS?), ist doch gar kein Tracking in dem Sinne.

Deswegen macht es ja Sinn, genau zu definieren und eine rechtliche Klarstellung herbeizuführen

Naja, sie könnten halt auch einfach nen 'Alle Ablehnen' Button bauen, dann wärs praktischer als im Moment.

In der Tat sollte ePrivacy-Verordnung mir zB eine automatisierte Ablehnung ermöglichen, von der ich dann aktiv dauerhafte Ausnahmen mache und machen kann, weil besonders invasive Formen des Tracking ohnehin verboten gehören

Meine Prognose: Einige Seitenbetreiber werden eine "Nein"-Option neben das "OK" setzen, aber bei vielen wird das Anklicken von "nein" in passiv-aggressiver Weise dazu führen, dass die Seite nicht mehr funktioniert (obwohl das eigentlich ginge). Ich hoffe, dass "der Markt" sich auf die Seite des Datenschutzes stellt, aber ich fürchte, dass es Gesetze und Gerichtsurteile braucht, damit Ablehnung möglich, Sabotage verboten wird und "do not track" respektiert werden muss.

...und ich hoffe, dass das schnell genug paasiert, bevor die Überwachungswirtschaft genug politisches Gewicht hat, diese Entwicklung zu stoppen.
Um 2000 rum wär das noch ziemlich einfach gewesen, aber inzwischen haben die entsprechenden Firmen mehr Marketing- und Lobby-Budget als manche Länder BiP ... wenn nicht sehr bald was passiert, ist es vorbei.

Ich teile Ihren Kulturpessimismus nicht

Das ist gut so und vermutlich auch nötig, um Ihren Beruf auszuüben.

Aber ich träume schon seit 20 Jahren von einem Netz, in dem ich meine Grundrechte nicht mit Krallen und Zähnen gegen immer neue Angriffe (von Wirtschaft _und_ Staat) verteidigen muss. Wenn es mit aktuellem Tempo weitergeht, bin ich vermutlich tot, bevor mein Pessimismus widerlegt ist ... und der Datenmüll der in der Zwischenzeit produziert wurde, strahlt weiter ...