abendweg im november

wie eisig sich der abendhimmel heuer rötet
man möchte immerzu in seine lüfte starren
nur wenig blätter sinds die im geäst verharren
wie zur erinnerung an den sommer festgelötet

die wärme fehlt sowohl dem licht als auch den winden
gesichter tragen ihren atem wie standarten
ein pelz aus eiskristallen wächst auf weg und garten
der mensch hüllt sich zum schutz in dicke warme rinden

den kahlen bäumen blühen abends wieder krähen
es scheint als wenn sie nachts die kahlen äste wärmen
und morgens fliegen sie dann fort in ihren schwärmen
wie laub im herbst, im kalten morgenrot zu sehen

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