Die durchschnittliche Medienberichterstattung der letzten Tage über die Innenpolitik ist eine Blamage. Keine Sondersendungen über die inhaltlichen Forderungen der jungen Demonstrierenden, stattdessen bis in die Medien der linken Mitte Dauerberieselung über mögliche Ausschreitungen. Verglichen mit den Bauernprotesten … Und wo ist die Serie „Eine Enthüllung pro Tag aus den AfD-eMails“, damit endlich alle sehen, dass das eine Partei aus Kleinkriminellen, Faschisten und Landesverrätern ist?
Als Antwort auf Ulrich Kelber

gestern bei einer Party mit den Nachbarn gemerkt. "Hoffentlich bleibt es ruhig und es brennen keine Rathäuser wie in Frankreich".

Komplett nicht auf dem Schirm welche Unterschiede es nicht nur in den ökonomisch-sozialen Strukturen, im Bildungswesen aber auch in der Protestkultur zwischen Frankreich und Deutschland gibt.

Stattdessen "ich bin ja auch für Protest, aber er muss friedlich bleiben". Ja, muss es. Aber die unbegründete Angst ist kein Verbotsgrund.

Als Antwort auf koehntopp ~ :

@koehntopp
Schüler, Kinder, Jugendliche haben halt keine Lobby
+ null Repräsentanten
+ kein Stimmrecht
Aus Sicht des durchschnittlich korrupten Parlamentariers jucken die niemanden.

Ganz anders als die Großgrundbesitzer, Agrarlobbies. Bauern sind traditionelle Wählerschaft der CDSU. Da müssen die kuschen.

Wie ungebildet muss 1 Bevölkerung sein, um einem so durchsichtigen korrupten System zu dienen? Sehr.

Die Verblödung ("Bildungsmisere") also Vorsatz. Kein Versagen. Weiter so.

Als Antwort auf Esther Meist

@ece_jaeger @koehntopp

Pauschalisierung sind immer ein Fehler.
Bei Zuspitzungen rutscht schon mal eine durch.

Ich sagte nie, dass "alle" korrupt sind:
Nur die,
die die Fraktionsdisziplin (die eigene Karriere) über ihr Gewissen stellen.
;)
= absolute Mehrheit.

Der Abgeordnetin, die in HH als einzige Grüne für einen PUA zu den NSU-Morden gestimmt hat - weil sie ein Gewissen hatte - wäre zum Beispiel ein gutes Beispiel für eine, die nicht korrupt handelte.

Sonst noch 1 Beispiel?

Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Sonntag, 1. November 2026, 21:39)
Als Antwort auf Ulrich Kelber

Ohje.
"Demokratieverachtung" wäre ja viel schlimmer als die
routinierte Menschenverachtung,
wie sie von vielen Politikern vorgeführt wird.

Dennoch: Vorsicht beim Teile in Schubladen stecken:
1. Demokratie MUSS nicht parlamentarisch sein
2. Laut GG wären alle Parlamentarier ihrem Gewissen verpflichtet:
Die, die der Fraktionsdisziplin folgen,
sind dann Teile, die das GG "verachten"?

Hast Du für die auch so starke Worte?

Ich verabscheue Karrieristen, nicht Demokratien.

Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Sonntag, 1. November 2026, 23:02)
Als Antwort auf Ulrich Kelber

Die Krawallmacher und Verbrecher sind m. Erachtens . "Handelsreisende" in Randale.
Die tauchen bei jeder Demo auf, weil man gut in der Masse untertauchen kann.

M.M. n.. sind es nicht nur linksextreme sondern auch rechtsextreme.

Die Braunen haben ja offen gesagt, dass sie Bürgerkrieg in D wollen um die Demokratie zu stürzen und eine Diktatur nach dem Vorbild des NS-Regines zu errichten.

Als Antwort auf Michael.S

@MichaelSpatz @Hammerwell @alterMann1 Habe mir diesen Bericht angesehen und für mich hört es sich nach organisierten Gruppen an, welche mittels Guerillataktik die Polizei beschäftigen und aufsplitten:
".. diese Gruppen waren immer mal wieder 10 hier, 12 da, man muss schon sagen, die haben sich gut verteilt und sind schnell rumgewandert. Dann wurden auf einmal 50 Polizisten rübergeschickt. Die sind dann weggerannt. Dann kam die nächste Gruppe."

ardmediathek.de/video/tagessch…

Als Antwort auf Michael.S

@MichaelSpatz @Hammerwell @alterMann1 Ja, wird in dem Bericht auch etwas thematisiert, dass die Polizei das untersuchen müsste.

Ob es aufgeklärt wird? Fraglich, und selbst wenn entsprechende Ergebnisse irgendwann veröffentlich würden konnten die Krawallbilder durch die üblichen Protagonisten für ihre Zwecke genutzt werden.

Als Antwort auf o/1MS\o ⌨️🐧 | #WeAreNatenom

@db_geek
Nee, zuviel aufklären ist da nicht hilfreich. Wenn ich alle Probleme der eigenen politischen Strategie passend zuordnen kann, erhöht doch weitere Aufklärung nur die Gefahr, dass die mühsam etablierten Feindbilder geschwächt werden.

okay, wenn ich mich zwinge die andere Seite zu sehen: Was würde passieren, wenn zuständige Politiker mal sagten, sie wüssten nicht was los ist? Oder wenn sie Dinge vermuten, die sich hinterher als komplett daneben herausstellen? Sowas scheint sich, quer durch das Spektrum, niemand zu trauen. Und *das* ist ein kulturelles Problem.

@MichaelSpatz @Hammerwell @alterMann1 @ulrichkelber

Als Antwort auf Ulrich Kelber

Ja, und das leider nicht nur in den Konzernmedien, sondern auch seitens des ÖRR. Ich erwarte vom ÖRR eine ausgewogene Darstellung, Auseinandersetzung und Einordnung der Realität und des demokratischen Diskurses. Und zwar nicht um 23:15 auf Arte oder in langweilige, abgehobenen Diskussionsrunden, sondern in der Tagesschau, der Aktuellen Stunde etc. Dafür würde ich sogar 25€ / Monat zahlen. Aber so?
Als Antwort auf Ulrich Kelber

für Beobachter*innen linker Demos eigentlich Business as Usual. Erinnere mich nur beispielhaft daran wie monatelang diskutiert werden musste ob es legitim ist Freitags die Schule zu schwänzen oder über die Polizeiexzesse in Lützerath und Hambi berichtet wurde. Mit ein Grund warum die Leute sich eben so machtlos und ungesehen fühlen - es ist in vielen Fällen halt eine reale Erfahrung.
Als Antwort auf Ulrich Kelber

Das große Problem in unserem Land ist, das keiner den Mut hat, etwas zu tun. Als die Bauernproteste waren gab es kurzzeitig Hoffnung, doch frag mal die Bauern, was davon geblieben ist. mit dem Leak der AFD Mails, wird auch nichts passieren und ein Verbot der AFD wird die Probleme in unserem Land auch nicht lösen. Das Dilemma ist eben das man zulange und zuviel gegen das eigene Volk gearbeitet hat. Ich bin mit Leib und Seele Demokrat.
Als Antwort auf Ulrich Kelber

das ist ein Symptom für mich über sämtlichen Diskurs in Deutschland. Es wird von Anfang an ein Framing aufgebaut, das in den Kram passt, und die Sachebene nie betreten.
Weder Medien noch Politiker sind hier auszunehmen.
Es geht um „Ordnung“, Bewahren von Bestehendem, nix aufgeben, eigene positive Darstellung.

Die Probleme anzupacken oder einfach auch nur zu benennen, nirgends oder wenn dann ganz leise.

Als Antwort auf Ulrich Kelber

In den Medien und Netzwerken gibt es nur zwei alles beherrschende Themen: Demonstrationen und Die Linke. Der Rest wird ausgeblendet. Die innenpolitischen Themen und gesellschaftlichen Probleme in Deutschland interessieren die Regierung nicht. Die Demonstranten werden sogar zu "Kriminellen" erklärt, gegen die man mit voller Härte vorgehen muss. Und da ist noch das Bundesland Berlin.

Es nervt nur noch. Eine Regierung samt Kanzler die nichts mehr wirklich auf die Reihe bekommen, Medien die vor Gesülze nur so tiefen. Es ist so traurig.

#Protestaktionen #Bundesregierung #Innenpolitik #DieLinke #Berlin

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