Wir müssen einfach noch schneller schauen, dass wir uns von diesem Failed State USA abnippeln. Gerade uns Nachkriegsdeutschen, speziell der Boomer-Generation, die US-Popkultur und Lifestyle quasi wie Muttermilch aufgesaugt hat, fällt das natürlich schwer. Angefangen von unseren amerikanischen Kreditkarten bis hin zu der Selbstverständlichkeit, Englisch als erste und oft einzige Fremdsprache zu lernen. Die Hegemonie des "Weltpolizisten", der sich auch weiterhin als solcher aufspielt, nur nicht mehr so freundlich und wohlgesonnen uns gegenüber wie früher, muss endlich gebrochen werden. Und das geht nur, indem alle die Party verlassen. Die Welt ist groß, und feiern kann man auch woanders.

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Als Antwort auf Stefan Münz

Die USA sind nicht die einzige (Ex-)Kolonie des UK, wo man englisch sprechen kann. Irland und Malta sind sogar in der EU. (Wobei es auch sehr schön ist, Gaeilge und Malti zu lernen…) Oder, wenn man es nordamerikanisch mag, ist auch Kanada eine nette Alternative als Leitkulturlieferant. Wie die USA, aber demokratisch und mit einem König aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha.
Als Antwort auf OchMensch

@OchMensch Die Weltanschauungen eines durchschnittlichen US Bürgers deckt sich aber generell nicht mit unserer. Die Demokraten dort sind aus unserer Sicht eher CDUler. Kapitalismus ist kulturell so im Volk eingebettet, dass selbst ein Demokrat nicht versteht, dass Bildung oder Gesundheit gratis sein kann und würde das wegen fehlendem Bezug sogar ablehnen.
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Stefan Münz

@IreneMoews Das stimmt - viele von uns, gerade wenn man früher auch mit linken Kreisen in Berührung kam, haben durchaus auch "Antiamerikanismus" kennengelernt. Aber da hat die "Atlantikbrücke" ganze Arbeit geleistet und alles weitgehend zum Verstummen gebracht. Man wurde und wird schnell als Zivilisationsverneiner gebrandmarkt, wenn man es wagt, den American Way of Life nicht als Maß aller Dinge zu betrachten.
Als Antwort auf Ralf

@rasibo Völlig richtig. Wir alle hängen noch tief drin, auch wenn wir das eine oder andere vielleicht schon geschafft haben. Was uns nicht daran hindern sollte, jeden gelungenen Schritt weg von der Abhängigkeit zu feiern. Aber wir als Privatpersonen werden die Abhängigkeit alleine ebenso wenig beenden können, wie wir als Privatpersonen alleine die Klimakrise lösen können. Wir können persönlich etwas tun und beitragen, aber getan werden muss insgesamt noch mehr.
@Ralf
Als Antwort auf Stefan Münz

Ich stimme dir weithin zu, allein English ist nicht Eigentum der USA. Mit Mutter und Zweitsprachlern rund um den Globus können wir guten Gewissens sagen, die Lingua Franca gehört uns allen.

Was nicht heißt, dass man keine anderen Sprachen lernen sollte. Das ist zweifelsfrei und in vielerlei Art bildend. Nur aus Gründen der Abnabelung macht das keinen Sinn.

Als Antwort auf holothuroid

@holothuroid Doch warum eigentlich soll es "die lingua franca" sein? Das ist doch genau das Problem. Wir betrachten es als solche, ohne zu reflektieren, warum es dazu kam. Angesichts der Tatsache, dass wir ja längst Babelfische immer mit uns herumtragen, wenn auch meist noch nicht direkt im Ohr, sollten wir uns vielleicht besser fragen, ob das Konzept einer Pidgin-Sprache, die muttersprachlich vor allem in einer problematischen imperialen Macht geprägt wird, überhaupt noch wünschenswert ist.
Als Antwort auf Stefan Münz

@holothuroid Stefan, ich bin ein großer Fan, schon lange - und ich verstehe, woher dieser Frust kommt. Ehrlich. Aber hier verrennst Du dich. Was lingua franca ist, wurde noch nie durch Abstimmung entschieden, sondern durch die Macht des Faktischen. Wird das Englische diese Rolle noch lange innehaben? Keine Ahnung, wahrscheinlich nicht, das Chinesische steht schon lange in den Startlöchern. Aber werden *wir* das entscheiden? Nein. Wirtschaft & Wissenschaft werden das. Frohes Fest.
Als Antwort auf Admiral Bademeister

@weirdadmiral @holothuroid Das Chinesische ist so eine Art Komplementsprache zur Lingua Franca. Es wird fast nur von Muttersprachlern gesprochen, trotzdem verdoppelt man seine Reichweite (weltweit gesehen).

Auf Platz 3 der Reichweite kommt dann wieder mit Spanisch eine Kolonialismus-Sprache.

Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (1 Monat her)
Als Antwort auf Bernd Paysan R.I.P Natenom 🕯️

@forthy42 Laut Wikipedia kommt vor Spanisch noch Hindi - auf das ja Ähnliches zutrifft wie auf Chinesisch. Es sind zwar "lokale" Sprachen, aber mit riesiger Sprecherzahl. Andererseits sind "nicht-lokale" Sprachen quasi immer "koloniale" Sprachen, leider.
de.wikipedia.org/wiki/Liste_de…
@weirdadmiral @holothuroid
Als Antwort auf Stefan Münz

@weirdadmiral @holothuroid Hindi legt auch durch den Hindu-Nationalismus wohl deutlich schneller zu als die Anzahl der Native Speaker wächst. Bollywood-Filme sind typisch in Hindi, und zunehmend wird mehr Hindi genutzt, um mit anderen Indern zu kommunizieren. Irgendwo zwischen 150 und 250 Millionen Hindi-Zweitsprachler gibt es, damit (mit der oberen Abschätzung) wäre es sogar vor Spanisch, und hätte noch mehr als das eine Rolle als Lingua Franca.
Als Antwort auf Stefan Münz

Diese Anti Terror Sicherheit Infrastruktur seit 9/11 kommt nun als böser Bumerang gegen uns in Europa. Konnte ja kein Mensch ahnen, dass totalitäre Regime diese Infrastruktur nutzen. Politik und Firmen kommen nicht in die Pötte. Aber unsere IT Kollegen an den Knotenpunkten lassen es auch einfach weiter laufen. Abschalten oder Glasfaser abpitschen.
Als Antwort auf Klaus666

@Klaus666 Es gab auch im Westen immer USA-kritische Strömungen, gerade im linken Spektrum. Aber die sind vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten konsequent mundtot gemacht und teilweise auch als VTler verunglimpft worden. Von den gleichen Leuten übrigens, die auch immer den Bellezismus predigen und alle, die da nicht mitmachen, als "Lumpenpazifisten" abstempeln.
Unbekannter Ursprungsbeitrag

friendica (DFRN) - Link zum Originalbeitrag

Franky_Tegeler :friendica:

An "Amy go home" kann ich mich als West-Berliner noch gut erinnern. Und über die Friedensbewegung dann #Hiroshima (auch durch #Kraftwerk), #Vietnam (auch der gute Film), Pershing, Ramstein und vieles mehr. Amazon, Insta, Twitter/X waren die Gründe um sich von #BigTech abzunabeln. Inzwischen ist mit #Trump die #USA kritisch zu sehen, auch in Bezug mit #Venezuela.

In der Tat dürfte das abnippeln zu spät sein, vieles (va Software) kommt von dort. Auch die Verteidigung ist hauptsächlich USA-abhängig, die #NATO ist von den USA abhängig. Wenn der Schutzschild weg ist, kann #Putin wildern wie er will. Auch politisch richten sich viele Staaten nach den USA aus. Dort ist man mit #MAGA eindeutig nach Rechts gerutscht, prompt machen das andere Staaten auch.