Wer für #Microsoft an Schulen plädiert, outet sich als Bildungsverhinderer. Schüler erhalten bei der Nutzung von MS-Produkten keine digitale Kompetenz darüber, wie etwas technisch funktioniert, sondern welche »Knöpfchen« sie drücken müssen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum für solch ein antrainiertes Wissen ist spätestens mit dem nächsten Update der Bedienoberfläche überschritten und muss anschließend neu erlernt werden. Digitale Bildung bzw. das Erlernen von Medienkompetenz geht ganz klar anders.

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Die hohe Verbreitung von Microsoft-Produkten hat nichts mit deren »herausragenden« Qualität zu tun, sondern vielmehr mit einer frühen Gewöhnung/Heranführung bereits in der Schule. Dieses Drogendealer-Modell von Microsoft funktioniert erschreckend effektiv. Man kann es sich auch so vorstellen, jemand würde auf dem Pausenhof Drogen verkaufen, um eine zukünftige Abhängigkeit zu erzeugen.
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Es ist das Paradebeispiel für mich, daß der Kapitalist und damit der Kapitalismus eben NICHT an Marktwirtschaft und Wettbewerb interessiert ist, daß sich eben nicht das beste durchsetzt.
Der "Erfolg" ist gekauft und bestimmt nicht verdient.
Hätte M$ nicht zusammen mit Digital in den 90ern das NT4.0 entwickelt (auf dem XP und Nachfolger aufbauen), hätte Windows wahrscheinlich heute noch einen DOS-Kern.
Und gäbe es Linux nicht, hätte das auch kaum jemanden interessiert.
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Was die Office Produkte von MS angeht, da stimme ich dir vollkommen zu. Eine Präsentation muss man nicht unbedingt mit Powerpoint halten.
Es gibt aber auch MS Produkte, die ich sehr gerne benutze. Beruflich arbeite ich an einem Projekt mit, bei dem wir Visual Studio Code nutzen. Das Open Source Projekt ist auf Github gehostet. VSC und Github sind zwei MS Produkte, die ich wirklich mag.
Gegen deren Einsatz an Schulen spricht aus meiner Sicht nichts.
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Naja. Bin seit 1993 "dabei" und die Konkurrenz war immer schnell von der Bildfläche verschwunden, unzuverlässig, lahm. Wie MS Office auch, aber Microsoft hatte einen langen Atem. Ausprobiert habe ich alles. 2023 ist keine gleichwertige Suite in Sicht. Benutze derzeit beruflich und privat vier verschiedene Office Suiten, mit MS geht schon was. Und zuverlässiger ist es auch geworden. Doku & Hilfe sind vergleichsweise gut. Wer soll es also richten?!
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No offense, aber der Toot und die Replys zeigen ganz gut, wie weit entfernt Teile der Bubble von schulischen Realitäten sind.

Und die These der Gewöhnung und des Lock In durch Schule ist sicher nicht ganz falsch, ignoriert in ihrer Absolutheit aber, dass die Marktmacht dieser Hersteller ja schon existierte, bevor in den Schulen stark auf Digitalisierung gesetzt wurde. Es ist eher so, dass jetzt die Chance nicht genutzt wird, dieses System zu durchbrechen.

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Und nicht nur bei Kindern. Ich hab's schon in den späten 1980ern, frühen 1990ern bei Schreibkräften erlebt. Während ich schon mehrere, sehr unterschiedliche Textverarbeitungen und Editoren am Atari ST beherrschte und auch bei mir fremden Programmen alles fand, was ich brauchte, sofern die Menüs einigermaßen sinnvoll aufgebaut waren, kamen sie ins Schleudern, wenn auch nur ein Knopf plötzlich woanders untergebracht war.

„Wo muß ich'n da klicken?“ war ein geflügeltes Wort.

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Ich denke auch nicht dass Microsoft Produkte die beste oder gar einzige Wahl sein sollten.

Dein Argument, dass man technische Funktionen nicht lernt, halte ich aber aus der Luft gegriffen. Andere Software auf einem vergleichbaren Niveau macht es nicht anders. Das ist für einen normalen User angenehm.

Wenn es ums Lernen geht, dann ist das Produkt sekundär, wichtiger sind finde ich gute Lehrer und Bildungsstätten mit angemessenem Betreuungsschlüssel. Dort hapert es ja bereits...

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Ich traue mich kaum zu widersprechen, weil du ja auch viel Wahres sagst, aber: Medienkompetenz hat doch nur am Rande mit Produkten von Microsoft zu tun.
Höchstens im Bereich "Anwenden und bedienen" findet sich da etwas. Kompetent und zeitgemäß zu lernen kann nie nur bedeuten, wie etwas technisch funktioniert. Da sind in der Schule ja viel mehr Ebenen zu beachten.
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Wozu muss man unbedingt wissen was alles im Computer passiert? Warum reicht es nicht wenn man weiß, welchen Knopf man drücken muss damit man das gewünschte Ergebnis erhält? Wenn ich mit meinem Computer meine notwendigen Aufgaben erledigen kann reicht mir das. Ich muss beim Autofahren auch nicht wissen wie die ganze Technik funktioniert und zusammenspielt.
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Meine ehemaligen Schule fährt ein super Konzept (Moodle, BBB, freie Gerätewahl, NextCloud).
Das liegt hauptsächlich an einem sehr engagierten Lehrer, der sich aufgeopfert hat, einen Kampf gegen verschlossene/verständnisslose Schüler, Lehrer und Eltern zu führen, um dieses Einzuführen.
Und wenn ich dann so Aussagen hörte wie: "Können wir lieber Zoom benutzen, da ist das Kamerabild nicht gespiegelt.", habe ich immer mitgelitten.
@bormel
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Das ist kein Argument gegen MS. Das gleiche gilt für jede andere Software; OpenOffice oder Word.
Die Frage ist halt ob man die Idee das System verstehen will oder jetzt den Vorgang XXX „erledigen“ will/soll. Im Büro gibt es sehr viele Menschen die keinerlei Interesse am System haben, sondern nur „lernen“ wollen welche 3 Knöpfe sie jetzt drücken müssen damit %hier% ein grüner Haken ist.
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in "tablet"-klassen müssen alle SuS das gleiche tablet-modell (häufig ein ipad) haben. es ist nicht nur MS. Selbst wenn es FOSS und OpenHardware wäre, würde das noch nicht helfen.

für echte IT-bildung und Medienkompetenz sind computer nicht notwendig. Für eine Turing-maschine reichen sehr lange papierstreifen und stift.

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Hui! Die Office-Tool-Suite hat ja nun so gar nichts mit „Digitalkompetenz“ zu tun - egal, von welchem Hersteller sie stammt. Kommunikationsfähigkeiten hängen doch auch nicht an der Wahl des Telefons. 🤪

Ja, Digitalkompetenzen müssen in D dringend verbessert werden - bei ALLEN, nicht nur Schülerinnen und Schüler. Aber bitte mit Themen wie Chancen und Risiken der Digitalisierung, Grundlagen der Automatisierung, Informationsrecherche, Algorithmen, Datenstrukturen etc.

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das Ergebnis sieht man bei „Digital Natives“, die nicht mehr wissen wie Dateien und Ordner funktionieren (losgelöst von der Frage ob wir das Dateisystem als Abstraktion noch brauchen, das ist sicher diskutabel). Klar, die können Office und manchmal sogar VSCode aber wissen dann nicht wo sie ihre eigene Arbeit finden wenn sie nicht mehr auf dem Startbildschirm angezeigt wird.
Solange das Unterliegende aber auf diesen Mechanismen basiert zieht man sich so eine hilflose Generation.
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$εeл3н8¡nд³र 🇮🇸🇬🇱🇪🇺

@HoSnoopy

Ich würde gern mal wissen, wo es hier für die Schreiberlinge wirkliche alternativen gibt, die weder Schüler*innen, Lehrer*innen sowie Eltern zur Überforderung führen.

Mal ganz ehrlich, das Zeug muss schon funktionieren. Auch soll nicht jedes Kind in jungen Jahren gleich zu IT'ler*innen ausgebildet werden.

So manchen Nerd würde ich mal raten, auch mal aus dem Keller zu kommen und sich die reale Welt anzusehen. Ihr seid nicht die Weltretter. :mastorage:

IT sollte helfen, nicht die Welt und ihre Menschen weiter in den Abgrund zu schicken. IT kann weder Brötchen backen, noch kann sie wunden heilen.

Da lobe ich mir den Beitrag @slamprecht
Dachte hier, ich bin der einzige der so denkt und mal auf den Zahn füllen will.

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Julian Hofmann

@ttk Mir ging es nicht drum, dass FOSS die Alternative ist. Finde es aber erschütternd, dass allgemein "Nicht-Microsoft" mit "FOSS" gleichgesetzt wird.
Und natürlich ist es genauso schlecht, würde man *nur* Apple einsetzen. Schule sollte vielmehr die Vielfalt aufzeigen - und hersteller-neutral sein.
@viel_zu_negativ @kuketzblog
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ttk (DO1TTK)

mein Arbeitgeber hat Vorlagen für PPT und word. Bisschen SAG auf Hintergrund, diesdas. Nichts wildes. LibreOffice ist nicht in der Lage, konzentrische Kreise dieser SVG konzentrisch zu rendern. Eigentlich ein trivialer Job, aber kann es halt nicht. Blöd dass die anderen großen Office-Suiten es können. Tja.
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als beruflicher Schreiberling (Patentanwalt) kann ich dem nur zustimmen.

Ein System selbst aufsetzen können ist sicherlich ein erstrebenswerter Skill. Genauso wie eine Gangschaltung einstellen zu können.

Aber bei Medienkompetenz geht es ja nicht drum besonders schön in LaTex ein Dokument setzen zu können, sondern überhaupt die Struktur eines solchen zu erkennen und selbst zu verfassen.

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Ich arbeite mit MS Produkten seit DOS-Zeiten. Das Gejammer über "Schüler erhalten bei der Nutzung von MS-Produkten keine digitale Kompetenz" ist lächerlich. Word und Excel sind Arbeitswerkzeuge um Aufgaben zu erledigen und das können sie recht gut. Und ja, ich hatte auch mit OS/2, Ubuntu etc. zu tun - alles in dieser Hinsicht auch keinen Deut anders. Nur tw. schlechter zu bedienen. Wer digitale Kompetenz fördern will: das ist etwas Anderes.
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Frank Schindelbeck

Da soll jeder seine Meinung haben. Ich wüsste aber wirklich nicht, wo das Problem (mal abgesehen von ideologischen Gründen) bei Word oder Excel besteht. Zumindest bei "normaler Nutzung". Mag sein, dass man bei Spezialaufgaben an Grenzen stößt. In einem von mir betreuten mittelständischen Unternehmen hat niemand ernsthaft Probleme mit den Office Programmen oder stößt an technische Grenzen.
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Frank Schindelbeck

Ja, das waren ungefähr die Argumente, die zu erwarten warten. Ist völlig OK und wenn Du MS Produkte vermeidest ist das natürlich deine Entscheidung und aller Ehren wert. Schön für dich, wenn du es dir leisten kannst, wegen MS Nutzung den Arbeitsplatz zu wechseln. Das ist nicht jedem vergönnt. Es ist gewiss auch ein gutes Gefühl, wenn man selbst "Verantwortungsgefühl" hat, und wenn man damit implizit Anderen dieses absprechen kann: umso besser! Gutes Leben weiterhin.
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Gut, jetzt weiß ich, was Mist ist. Aber welche sinnvollen Alternativen kann ich unseren Schulen (Grundschule und Sekundarstufe I) vorschlagen? Optionen, die praktikabel sind und nicht von den Eltern und Lehrenden verlangen selbst einen Computer zusammenzulöten oder komplizierte Programmiersprachen zu erlernen. Dennich schwöre: Da geht die Akzeptanz gegen null. Vor allem bei Lehrer:innen, die noch nicht mal eine eigene Mailadresse haben.

Danke schonmal!

Roland Häder🇩🇪 mag das nicht.

Als Antwort auf Petra A. Bauer

@Petra A. Bauer @Mike Kuketz 🛡 Es waere sogar sehr gut, dass Kinder dies im Unterricht lernen, nicht nur wie sie eine Word-Dokument schreiben oder wie sie den Windows-Explorer bedienen und Mails schreiben (auch alles nicht verkehrt). Lasst doch mal einen Fachmann einen PC auseinernehmen und denen die Einzelteile erklaere (oder kaputte in die Hand geben, damit sie auch mal einen "RAM-Riegel" angefasst haben (funktionstuechtige bitte nicht, statische Entladung). Und dies dann fachgerecht wieder zusammen bauen und in Betrieb nehmen (Systemelektroniker). Spaeter koennen denen vielleicht einfache Programmiersprachen Wie Turbo #Pascal beigebracht werden, wenigstens mal "reingeschnuppert" haben (Anwendungsentwicklung). Oder auch mal etwas Netzwerkadministration beibringen. Das alles kann Interesse wecken, was ja nicht falsch ist.