Ich sage euch eine traurige Wahrheit: Entweder wir kriegen irgendwann wieder eine Mehrheit von SPD GRÜNE LINKE hin oder wir kriegen eine Regierung mit AfD-Beteiligung (wenn nicht unter AfD-Führung).
Ich glaube nicht mehr daran, dass Koalitionen der "bürgerlichen Mitte" das aufhalten. Dazu sind die Parallelen zwischen dem destruktiven Agieren der FDP in der Ampel und der AfD-affinen Teile der CDU/CSU in der jetzigen Regierung einfach zu groß. Mit dem Rückzug von Brosius-Gersdorf haben sie einen riesigen Sieg eingefahren und fühlen sich stark wie nie. Ich würde mich nicht wundern, wenn das nächste Thema schon um die Ecke wartet (die zweite Kandidatin fürs Verfassungsgericht auch noch wegmobben?).
Es ist auch albern, zu glauben, dass man diese Leute mit ein paar "Genderverboten" besänftigen könnte, wie das jetzt so ein paar Typen in Berlin versuchen. Wahrscheinlich meint Friedrich Merz es sogar ernst mit seinem Brandmäuerchen, aber er wird scheitern, und zwar an seiner eigenen Partei. Wenn ich anschaue, wie das gerade abläuft, wächst mein Respekt vor der Leistung von Angela Merkel, die im Zaum gehalten zu haben. Egal.
Für uns "irgendwie Linke" bedeutet das, wir sind auf uns allein gestellt. Wir müssen zusammenarbeiten. Wir müssen Differenzen beilegen oder de-priorisieren. Wir müssen versuchen, die faschismuskritischen Teile von FDP und CDUCSU (und die gibt es, ich kenne selber welche) zu gewinnen.
Wir müssen aufhören, die Unterschiede zwischen uns groß zu machen. Ob zwei Prozent mehr oder weniger von "unserer Seite" am Ende die Linke oder die Grünen oder die SPD wählt ist fuckegal. Wir müssen Leute von der "anderen Seite" auf unsere Seite rüberholen, egal wohin. Dazu müssen wir uns gegenseitig unterstützen, unterschiedliche Schwerpunkte und Zielgruppen ansprechen, aber uns gegenseitig stärken, nicht schwächen. Und deutlich kommunizieren, wo wirklich die Linie läuft und warum.
Wir brauchen eine positive Vision für ein Deutschland von links, für das wir uns gegenseitig brauchen und stärken.
Wir müssen versuchen, bei der Bundestagswahl 2029 zusammen eine Mehrheit zu bekommen, so unwahrscheinlich das auch jetzt ausschauen mag. Es klingt paradox, aber diese Arbeit an einer "antifaschistischen Koalition" würde uns deutlich leichter fallen, wenn wir Politik nicht dauernd mit Parteipolitik verwechseln würden. Leute, es ist nur Parteipolitik. Lasst uns die pragmatisch durchziehen und uns woanders streiten!
(Die Alternative wäre, wir geben den Versuch, ein AfD-Regierung zu verhindern, einfach jetzt schon auf. So oder so müssen wir jetzt schon Strategien entwickeln dazu, was wir machen, wenn wir damit scheitern.)
Sorry.
PS: Gerade am Küchentisch eine Strategie für die Vision "Rot-Rot-Grün in 2029" entworfen:
Die Parteispitzen in Berlin einigen sich strategisch darauf, sich nicht mehr gegenseitig Stimmen abjagen zu wollen, sondern jeweils ihren speziellen Kern zu pflegen (und den der anderen zu respektieren) und sich darauf zu konzentrieren, der "anderen Seite" Stimmen abzujagen, wobei sie dann ihre unterschiedlichen Themen und Schwerpunkte betonen.
Auf kommunaler und lokaler Ebene setzen sich die drei Parteien zusammen und überlegen sich ein konkretes Projekt, das sie in ihrem Ort gemeinsam angehen können (Schwimmbad bauen, Fußgängerzone einrichten, whatever). Dann krempeln sie die Ärmel hoch und legen los, damit das "gute Leben" greifbar und sichtbar wird.
PPS: Vielleicht haben wir allerdings nicht mal mehr Zeit bis 2029, weil die Regierung schon vorher platzt.
Bianca Kastl
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Dinge, die jetzt also Widerstand sind:
gendern
Solarmodule
Wärmepumpen
The list goes on.
Tyrone Slothrop
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Demnach sind an meiner Arbeitsstelle in einem eher konservativen Großkonzern die ganzen Mittelmanager*innen quasi Antifa-Partisanen.
Die gendern, weil 1. (weiche) Firmenrichtlinie, und 2. dient dem Team-Zusammenhalt.
Und in den Pausen nerden sie rum, wie viel kW Solar sie auf dem Dach haben, wie es mit der Wärmepumpe läuft, und dass seit letztem Monat endlich die Wallbox montiert ist.
Die Solaranlage hat als Gesprächsthema die dicken Autos abgelöst.
mokomokai
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Das ist die
(rechts)konservative Variante davon, angeblich Menschen nicht ausgrenzen zu wollen. 😜
Hoch lebe die >präventive Ausgrenzung<, was doch sogleich assoziativ an das Precrime - #Menschenbild & #Palantir erinnert, worin auch negative Fremdzuschreibungen ausschlaggebend sind für politisches Handeln, oder wohl eher für rechtskonservativen Aktionismus...
#Trumpism in deutscher Adaption
Vielleicht sollten sich Menschen in Deutschland nun auch das Buch zu #Project2025 kaufen...
RudiRastlos
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Drifter
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •koehntopp ~ :
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •EloPup
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Immer wieder interessant zu sehen, wenn die vorgeblich Freiheitsliebenden glauben, anderen vorschreiben zu müssen, was sie zu tun und zu lassen haben. Hier: wie sie zu schreiben und zu sprechen haben.
Ob sich Herr Weimer der kognitiven Dissonanz in seinen Aussagen bewusst ist 🤔? Vermutlich nicht…
Ben ☀️shine
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Somlu
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •derZeitreiser 🇪🇺🇩🇪🇯🇵🇬🇧
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Na Gott sei dank ist er gegen Bevormundung und nutzt die Sprache nicht als ideologisches Spielfeld für seinen autokratischen Kulturkampf.
Wer wissen will, wie der Mann tickt und warum er in einer Demokratie nichts zu entscheiden haben dürfte, der muss einfach nur mal sein 'Konservatives Manifest' von 2018 lesen.
Das liest sich wie "Mein Kampf, Teil 2" und hätte auch ohne Markenkernverletzung von der NPD/HEIMAT herausgegeben werden können.
Philipp
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Sabine Scherz
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Saree 🌻
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Aufreger
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •TheRiver2010
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •MėMėNTō MōRi📍🇪🇺🇩🇪
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •the kangaroo
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Dietmar Kammerer
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •🇺🇦 KrakelOrakel 🌈 RIP Natenom
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •barning
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Little Detritus
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Was hälst du von der Idee ein bisschen Wettberwerb einzuführen.
Es gibt Sender die nutzen das generische Maskulinum, die bekommen das Geld von männlich gelesenen Personen.
Es gibt Sender die nutzen das generische Femininum, die bekommen das Geld von weiblich gelesenen Personen?
Lacrosse 🥍
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Stellen Sie sich vor, die Konservativen sind die Verbotspartei!
Nein! - Doch! - Ohh!
tbehrens✡️
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Soki
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •ich bevorzuge das #entgendern nach Phettberg. Und das ist ja nicht "verboten".
Infos z. B. unter
bpb.de/shop/zeitschriften/apuz…
Entgendern nach Phettberg
, Thomas Kronschläger (Bundeszentrale für politische Bildung)Sören
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Dieu
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •caravantravellers 🌈
Als Antwort auf Bianca Kastl • • •Das (nur grammatisch) maskuline Generikum schließt alle ein. Wer bei Doppelnennung zwei Mal genannt wird, darf dann gerne auch doppelt zahlen.
Künstler = alle (m/w/d)
+ Künstlerinnen = weibliche ein zweites Mal genannt
Sprachneudeutung ("Generikum schließt nicht alle ein") hat etwas sehr Rechtes!