Lutz Donnerhacke nimmt den Referentenentwurf zur Vorratsdatenspeicherung auseinander.

lutz.donnerhacke.de/Blog/Stell…

TL;DR: Es gibt nur 3 Möglichkeiten:

  • Nutzer von CG-NAT werden nicht erfaßt.
  • CG-NAT wird verboten, in der Konsequenz wird die Anzahl der verfügbaren Internet-Anschlüsse limitiert
  • IPv4 wird verboten

Mit anderen Worten: Der Vorschlag ist weder technisch noch politisch umsetzbar.

teilten dies erneut

Als Antwort auf Rainer "friendica" Sokoll

Wir brauchen keine Vorratsdatenspeicherung, weil eine entsprechende KI und ohne Speicherung direkt aktuell in der Zeit überwachen könnte. Die Frage ist, warum Ermittlungsbehörden es sich einfach machen können sollen, nur weil das technisch mit viel Aufwand im Grunde möglich ist. Er erhöht die gesellschaftlichen Kosten von Kommunikation (wie die Echtzeit-Überwachung durch KI) und arbeitet damit direkt gegen die gesellschaftliche Nutzung von Kommunikationsmedien. Das muss aufgewogen werden gegen die Annehmlichkeiten, die Ermittler hätten, würden sie so ein Überwachungssystem nicht zur Verfügung haben. Verbrechen ist gesellschaftlich gesehen nicht die Regel, sondern der Ausnahmefall. Alles andere, müssten wir auch über unseren failed State nachdenken. Nimmt man das an, dann muss der Ermittler bitteschön darlegen, warum durch eine flächendeckende Überwachungsstruktur etwas besser wird. Na klar, am besten alle Kameras überall installieren und so ein Ermittler muss nur nachgucken. Aber das ist eventuell gar nicht gerechtfertigt.
Als Antwort auf Rainer "friendica" Sokoll

Ach zu den Annehmlichkeiten, die Ermittler sonst so haben: die können jemand im Bademantel abholen und haben einen Job, wo sie als Mensch denken müssen, bevor sie handeln. So ein "ach, gucken wir mal nach" und alles ist offengelegt - die muss man dann schon als Beamte bezahlen - aber da braucht man auch nicht nachdenken. Die angenommene Allmacht oder Verbesserung der Fahndungserfolge, die automatisch erfolgen sollen - ja dann brauche ich den Beamten nicht mehr, kann einfach eine KI einstellen. Weil - wenn der Aufwand der im Grunde kompletten Überwachung schon gemacht wird, wird irgendwer auf die Idee kommen, die Daten auch ohne Anlass auszuwerten, weil man das kann. Das sollte dann aber nicht mehr der Beamte tun, sondern die KI. Der Beamte schafft sich selbst ab, indem er komplette Überwachung will. Das sichert seinen Job nicht und macht auch seine Expertise überflüssig. Die Ermittler schaffen sich selbst ab. Das ist nicht der erste Berufsstand, der das tut.
Als Antwort auf Rainer "friendica" Sokoll

"Verbrechen ist gesellschaftlich gesehen nicht die Regel, sondern der Ausnahmefall. Alles andere, müssten wir auch über unseren failed State
nachdenken"

Das ist das Problem.

Narcostates, Schweden, Belgien, Niederlande... Bandenkriminalität, Korruption, Unterwanderung staatlicher Behörden, der Justiz, der Polizei, der Medien...

Die Korrumpierung von ENCROCHAT durch die Polizisten aller Länder zeigt exemplarisch den Bedarf - leider.

Tja, wir befinden uns tatsächlich in einer Zeit der Transformation.

de.wikipedia.org/wiki/EncroCha…