Ist bestimmt eine saublöde Frage, ich stelle sie dennoch:
Was passiert dann eigentlich mit dem ganzen produzierten Strom, der von jetzt auf gleich nicht mehr abgenommen wird?
Was passiert dann eigentlich mit dem ganzen produzierten Strom, der von jetzt auf gleich nicht mehr abgenommen wird?
mögen das
tunda
Als Antwort auf Rainer "friendica" Sokoll • • •Rainer "friendica" Sokoll mag das.
Rainer "friendica" Sokoll
Als Antwort auf tunda • • •Simon Michalke
Als Antwort auf Rainer "friendica" Sokoll • • •@qbi
Die Kraftwerke schalten ab. Deswegen dauert der Aufbau vom Netz so lange und ist so komplex, weil Verbraucher und Erzeuger gleichzeitig angeschaltet werden müssen.
Rainer "friendica" Sokoll
Als Antwort auf Simon Michalke • • •Man kann doch ein Kraftwerk nicht innerhalb einer Stunde abschalten. Wenn ich die Grafiken sehe, ist die Stromversorgung aber innerhalb kurzer Zeit zusammengebrochen.
Gut, sieht nicht nach einem Komplettausfall aus, aber heftig.
Christoph Petrausch
Als Antwort auf Rainer "friendica" Sokoll • • •Das Kraftwerk mag weiterlaufen, der Generator wird jedoch vom Netz getrennt. Bei PV und Wind geht das recht einfach, bei großen Dampfkraftwerken (Strom, Gas, Kohle, Atom), musst du halt die Leistung die Dampfturbine runterfahren.
Und ja, so einen Fall wie heute müssen die Kraftwerke abkönnen und dafür wurden sie gebaut. Das macht das wiederanfahren aber auch so kompliziert.
Hier eine Liste wie der Lastabwurf funktioniert: de.wikipedia.org/wiki/Lastabwu…
@qbi @simon_m
Störfall des Generators nach Störung der elektrischen Anlage
Autoren der Wikimedia-Projekte (Wikimedia Foundation, Inc.)Rainer "friendica" Sokoll mag das.
Christoph Petrausch
Als Antwort auf Christoph Petrausch • • •Hier eine schöne Übersicht was in welcher Situation passiert. Die Netzfrequenz ist ein guter Indikator ob es im Netz überversorgung oder unterversorgung existiert. Ich habe das Event auch bei mir zu Hause in der Netzfrequenz gesehen die mein Wechselrichter misst
netzfrequenz.info/aktuelle-net…
@qbi @simon_m
aktuelle Netzfrequenz (47,5-52,5Hz) - Netzfrequenz.info
www.netzfrequenz.infoRainer "friendica" Sokoll
Als Antwort auf Christoph Petrausch • • •Wie schon Indiana Jones auf dem Markusplatz sagte: "Ah, Grafana!"
<Opaerzähltvomkrieg>
Hier um die Ecke steht das ehemalige KKW Lubmin. Ein Bekannter arbeitete dort (wir reden von Mitte/Ende 70-er) und berichtete, daß die Netzfrequenz immer mal absichtlich unter 50 Hertz gedrückt wurde (irgendwas mit Planerfüllung, vielleicht kann man dann mehr Strom abrechen? Ich weiß es nicht).
Jedenfalls gab es damals Digitaluhren fürs Heim, die ihren Takt nicht aus einem Quarz bezogen, sondern aus der Netzfrequenz.
Die gingen wohl ziemlich genau - wenn die Frequenz genau 50 Hertz war, ansonste eher nicht…
</opaerzähltvomkrieg>
Christoph Petrausch
Als Antwort auf Rainer "friendica" Sokoll • • •Das wird heute noch gemacht mit der Netzfrequenz: youtube.com/watch?v=e0elNU0iOM…
@qbi @simon_m
The hidden background noise that can catch criminals
YouTubeRainer "friendica" Sokoll mag das.
Rainer "friendica" Sokoll
Als Antwort auf Christoph Petrausch • • •Michael Keukert
Als Antwort auf Rainer "friendica" Sokoll • • •drbens
Als Antwort auf Rainer "friendica" Sokoll • • •mögen das
Michael Keukert und Oliver mögen das.
Andreas vom Zwenkauer See
Als Antwort auf Rainer "friendica" Sokoll • •@Rainer "friendica" Sokoll Ein bissl klang die Antwort schon an. Hier vielleicht ein bissl ausführlicher:
Das Stromnetz hat eine Sollfrequenz, wie hoch die ist soll nun mal egal sein. Die Frequenz ist auch Ausdruck mit wieviel Kraft sich die Generatoren "stemmen" müssen. Sie haben nämlich einen gewaltigen Trägheitsmoment. Deshalb verkauft das Kraftwerk für die jeweilige viertel Stunde eine definierte Menge Strom - z.B. 10 MW. Damit weiß die Mannschaft, wie weit sie den Dampfhahn der Turbine aufdrehen müssen. Damit liefert der Generator in 15 Minuten die vereinbarten 10 MW. Input ist immer gleich Verbrauch.
Die 5 großen Überland-Netzbetreiber in D verteilen diesen Strom.
Nehmen wir nun mal an, dass Edelstahtwerk Freital muß wegen einer Havarie die Elektrostahlöfen abschalten. Der Verbrauch geht rapide zurück, die Generatoren haben nicht mehr soviel mechanischen Widerstand und damit geht die Drehzahl hoch (Drehmoment von ca 100 t Masse). Höhere Drehzahl ist gleich höhere Frequenz (der Generator macht 3000 Umdrehungen/Minute = 50 Hz).. Jetzt kommt die Regelelektronik ins Spiel und nimmt das Kraftwerk vom Netz = ein Leistungsschalter wird geöffnet - das gibt ein richtiges Feuerwerk). Das Kraftwerk ist nun auf der Erzeugerseite vom Netz, aber auf der Verbraucherseite haben sie noch Strom.
Das Netz stabilisiert sich wieder, denn da sich die anderen Generatoren an der Netzfrequenz orientieren, haben die den obigen Fall auch mechanisch mitbekommen.
Nehmen wir nun mal den "Blackout"-Fall aus dem Roman in unserer Gegend an:
Lippendorf 2 fällt mit 2 x 950 MW Vollast aus. Die Frequenz in ganz Nordsachsen geht runter und Leipzig-Mitte geht dadurch auch vom Netz. Die Frequenz geht weiter runter und nun werden alle Windkraftanlagen der Querfurter Platte (mehrere hundert) vom Netz genommen. Der Übertragungsnetzbetreiber 50Herz merkt, dass in Nordsachsen die Netzfrequenz spinnt und trennt alles vom Netz. Dann ist Nordsachsen dunkel.
Da hilft auch die Riesensolaranlage bei Lippendorf nicht mehr. Eine Kaskade von Ereignissen in Sekunden.
Deshalb gilt auch unser Europäisches Stromnetz von Portugal bis in die Ukraine als 8. Weltwunder (völlig zurecht).
Alexander Goeres 𒀯 mag das.
eeepee
Als Antwort auf Rainer "friendica" Sokoll • • •das Problem sind hier primär Generatoren (also gross und dreht sich) die auf einmal keinen Energie in Form von Strom loswerden. Die legen dann nämlich rapide an Drehzahl zu. Bei grossen Turbosätzen ungefähr 10% mehr Drehzahl innerhalb von 3s und das geht nicht lange gut.
de.m.wikipedia.org/wiki/Lastab…
Störfall des Generators nach Störung der elektrischen Anlage
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