nur so ein gedanke
sätze die mit
'man müsste'
ihren anfang
nehmen
müssten einfach
überhörbar sein
vielleicht dass
ihre sprecher
sie ob ihrer
wirkungslosigkeit
dann nicht mehr
sagten
nur so ein gedanke
sätze die mit
'man müsste'
ihren anfang
nehmen
müssten einfach
überhörbar sein
vielleicht dass
ihre sprecher
sie ob ihrer
wirkungslosigkeit
dann nicht mehr
sagten
schlusswort
trügerische
sicherheit
an die zu klammern
du nicht müde wirst
setzt dir nur grenzen
dein käfig haust dich
hält die welt fern
hindert dich am
höhenflug der dir
andere perspektiven
eröffnete
ob es angst ist
ob bequemlichkeit
ist doch ganz gleich
es ändert nichts
erwachst du einst
aus deinem ewig
gleichen traum
such mich nicht
stachelvieh.de/2025/10/14/schl…
der höhenflug beim stehn in rampenlichtern
man dünkt sich schon umkränzt vom lorbeerlaube
beselt einen kuzfristig doch der glaube
man trüg jetzt eins von den bekannteren gesichtern...
der höhenflug beim stehn in rampenlichtern
stachelvieh.de/2025/10/13/dich…
nachtreim
kommt die nacht dann wandelt sich
auch herbstlich blättergold in schwärze
ich zieh die decke eng um mich
und mir ist dunkel auch das herze
der rauwind treibt im baumgeäst
sein grobes spiel, so dass es geistert
die blätter halten darN fest
Wie wenn sie jemand angekleistert
ich schau den spuk, es ist schon spät
werd schlafen gehn und lösch die kerze
Brainworms, wir sind Viele! hat dies geteilt.
herbst
ich mag ja
solche tage
wenn die sonne
die buntheit
mit ihrem leuchten
überzieht
ich mag auch
die anderen
deren wolken satt
den boden küssen
jedes geräusch
verschluckend
und wenn ein wind
die zweige rüttelt
die blätter einlädt
zum wilden tanz
mag ich das auch
doch werde ich ihm
kein lied singen
es hat ihn doch
nie geschert
Aus dem Archiv
begebenheit
auf dem heimweg geschah es, dass mich etwas striff
an meiner stirne und mit einem klacken fiel
o ja, es schmerzte! unwillkürlich griff
ich nach dem ort, der eben war das ziel
ich spähte suchend aus, womit ich kollidiert
die alte kastanie hatte mich beschmissen
die frucht, in igelschale hübsch drapiert,
ließ alle anzeichen von reue missen
...
1/2
ein ende
sie starrte
ins dunkle nirgendwo
blässe trug sie
in ihrem so
klein gewordenen gesicht
die hände nestelten
an der schürze
ausgerechnet dort
halt suchend
blässe trug sie
wie ein heiligenschein
sichtbar nur jenen
die sähen
in ihrer finsternis
schweigend saß sie
im winkel allem
taglicht fern
schweigend
löste sie sich auf
und wurde erstmals
wahrhaft gesehen
als man sie
fand
nach dem konzert
beim applaus
noch immer atemlos
im herzen summt
zufriedenheit
basta
nichts
von dem was
ich in deinem
schweigen finde
lässt mich kalt
nichts was es mir
entgegen schreit
berührt mich noch
schweige du nur
ich höre
nicht
mehr
zu
die gänsehaut in klassischen konzerten
wenn eine terz, als wohlfühlklang geschrieben
im eifer bis zur quarte dann getrieben
ertönt, man wills lieber nicht bewerten
die gänsehaut in klassischen konzerten
stachelvieh.de/2025/10/07/dich…
Magda♪enaBerlin 💚 🦥 💚 hat dies geteilt.
gedimmt
die leichtigkeit
ist fortgezogen
als der sommer ging
das grau der tage
wiegt doppelt schwer
da die sonne
verschleierten blicks
allein bleibt hinter
vergrauten wolkenmatten
die leichtigkeit
ist fortgezogen
aus mir heraus geflohen
mit den vögeln südwärts
ließ mich wortlos zurück
vielleicht sind wir es
die allein bleiben
hinter blinden scheiben
verschleieten blicks
wenn wir doch nur
das vermissen
vergessen
könnten
oktoberabend
durch die dunklen vorstadtgassen
streift ruppig wild der herbstwind
als kenne er längst alles enden
durch die dunklen vorstadtgassen
fliehen meines kopfes gedanken
bleiern unter lächelnder maske
durch die dunklen vorstadtgassebn
streift ruppig wild der herbstwind
stachelvieh.de/2025/10/05/okto…
Aus dem Archiv:
verwandlung
rot fingert
sich aufwärts
verjüngend der
wilde wein
färbt karten
grün verzweigter
rankendeltas
mit gluten
auf den
rauen grauen
groben putz
wie nadelköpfe
aus lapislazuli
die winzigen
früchte
teilten dies erneut
gespräch
der tag
war grau
regenschleier
verschluckte
die türme der
nahen stadt
als ihre worte
vom tod sprachen
als eine option
die möglich schien
leise worte die
abwesenheit der kraft
unterstreichend
doch klar in ihrem sinn
als wurden sie schon
unendlich oft gedacht
ihre worte sprachen
vom tod an diesem
grauen feuchten tag
und es war daran
nichts fremd
verortung
im schatten
bin ich
verwurzelt
in der tiefe
aus der ich
entkommen bin
und die mir jetzt
den grund gibt
zu leben
oktobernacht
der mond ist
wieder mal zu gast
scheint in die nacht hinaus
grad sitzt er auf
der linde ast
zumindest siehts so aus
er silbert kühl
'die nacht wird kalt',
will er mir damit sagen
die wolken die vom
all uns trennten
sind erstmals weg seit tagen
und auf den straßen
atmet man
ganz weiß als wär es rauch...
der mond strahlt
in die herbstesnacht
vielleicht siehst du ihn auch
Brainworms, wir sind Viele! hat dies geteilt.
betrachtungen beim gehen
schritte
verhalten
oder schnell
schwer polternd
oder unhörbar
rhythmisch
oder stolpernd
aufsteigend
oder hinab
dem weg folgend
oder über den rand
schritte verändern
orte perspektiven
einsichten
einer ist der
wichtigste
der welcher uns
losgehen lässt
so oder so
meine liebe
schenke ich
mit vollen händen
du ahnst es
weißt nicht ob sie
dich berühren soll
entscheidest du
schließlich
wird sie bleiben
die sie ist
Brainworms, wir sind Viele! hat dies geteilt.
stachelvieh mag das.
teilten dies erneut
Brainworms, wir sind Viele! hat dies geteilt.
abschied
ein letzer druck
das wange an wange
das die wärme der
begegnung in die
haut schreibt
auf dass sie lange
in der erinnerung sich
zuhause fühlen wolle
im winken die gestalt
ganz allmählich
entschwinden sehen
nicht jedoch den
liebevollen blick
mögen das
reisegedanken
von station zu station
hangelt die kleine bahn
sich nach süden
draußen zerstieben
im vorbeifahren
alle illusionen von
licht und wärme
im grau
vielleicht dass
zumindest
die leichtigkeit
bliebe bis
später wenn
der wartende
sich freut über
meine glückliche
ankunft
ach nein
der tag
gebrauchte sein licht
nicht
er ließ uns das grauen
der dämmerung dauer
bis zum fall der nacht
als wartete da ein drehbuch
voll von düsternis darauf
dass wir es erfüllen
mit unserem handeln
ich hatte keine
ambitionen
ich vermisste nur
das licht
Franky_Tegeler :friendica: mag das.
Brainworms, wir sind Viele! hat dies geteilt.
stachelvieh
Als Antwort auf stachelvieh • •schon bald verflog bei mir mein rascher zorn
ich hob das früchtchen auf, steckte es ein
zwar schwoll mir nun ein schmerzhaft rötlich horn
doch dacht ich mir, es könnte schließlich sein
dass der kastanie wurd der herbst zu schwer
und nur zufällig kam grad ich daher
stachelvieh.de/2017/10/11/bege…