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In der letzten Nacht gab es im Harz leichten Eisregen. So sah es im Wald dann am Morgen aus.

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Aus dem Archiv:

Irgendwo

Wegdriften.
Spüren, wie die Verbindungen gespannt sind.
Wie eine nach der anderen zu bersten droht.
Und die Flugbahn nicht verlassen können

Wie dünn doch die Fäden sind,
die dich halten.
Es werden weniger,
bald hängst du an einem einzigen.
Bis auch er reißen wird.

Trudeln im Raum.
Das Nichts hält dich,
und es hält dich nichts.
Anecken, immer wieder.
Doch kein Ankern,
nur ein Abprallen.

Abprallen.
Richtungsänderung.
Vom Nichts ins Nichts.
Immer wieder Hoffnung.
Kein Sinn.

Trudeln.
Als wäre die Nabelschnur zur Welt gerissen.
Der Orbit weit vom Zentralgestirn.
Keine Begegnungen.
Keine Berührungen.

Müdigkeit, die überrollt wie eine Lawine.
Im Dunkel sitzen.
Gerade Luft zum Atmen.
Und auf das Tauwetter warten.

Unter der Lawinendecke die Augen schließen.
Und nicht wissen, ob man gefunden werden möchte.
Vielleicht noch nicht einmal gesucht.

Stille um dich.
Endlich ein Schlaf, so tief.
Und ohne Erinnerung an Geträumtes.
Ruhe, die auch nach dem Erwachen anhält.
Vielleicht.

stachelvieh.de/2026/02/13/stat…

stachelvieh.de/2026/02/13/stat…

statement

deine nachricht
jetzt. nach jahren
kryptisch schien
sie mir zu sein
banal in der anmutung
dass ich versucht war
dahinter eine zweite ebene
zu vermuten
die erinnerung wars
die mich rettete
die erinnerung
an die klarheit
zwischen uns. damals
eine klarheit ganz
ohne beliebigkeit
und nun also
deine nachricht
sie wird morgen
versandet sein

stachelvieh.de/2026/02/13/stat…

hospiz

schaue ich sie an
sehe ich ein leben
sehe die mühsal des
erwachsenwerdens
bar aller wurzeln
freudige momente auch
sehe ich augen die
wach in die welt blicken
wissbegierig und hell
ich sehe die frau
mit ihren kindern
ihrer katze dann später
ihre kleine wohnung
oft mit besuchern gefüllt
sehe ihre geradlinigkeit
ihre herzlichkeit
ihre verletzlichkeit
die zeit als sie nur
durch klinikschläuche lebte
als sie mehr und mehr
zu verschwinden drohte
all das sehe ich
in ihrem kleinen gesicht
mit dem müden blick

stachelvieh.de/2026/02/09/hosp…

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Eisregen in #Zwenkau am See

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selbstbestärkung

und wenn mir auch
die worte fehlen
mir bleiben die gedanken
ich spreche sie nicht aus
dann bin ich still
will nicht erzählen
lass in mir sätze ranken
die stille halt ich aus

auch wenn du mich
so forsch betrachtest
ich bleib in meinem innen
tret nicht aus mir heraus
und selbst wenn du
mich nicht beachtest
möchte ich weiter sinnen
die stille halt ich aus

stachelvieh.de/2026/02/05/selb…

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Südzipfel vom See #Zwenkau. Er friert langsam zu.
Im Hintergrund der neue Stadtteil.

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Darf ich Ihnen meinen liebsten zukünftig Verflossenen vorstellen?
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Sonntag, 1. Februar 2026, 02:12)

personenbeschreibung

planet auf
unberechenbarer bahn
durch die eigne galaxie
zuweilen gefangen
in anderer objekte
schwerkraft
oder weitab dem
einfluss seines
sterns entzogen
häufiger auf der
schattenseite
im licht deshalb
geblendet
einsam oft trudelnd
und narbig von
den begegnungen
mit asteroiden
die viel zu nahe
kamen

stachelvieh.de/2026/01/31/pers…

gedanken am abend

schau hinauf
du siehst nicht weit
was du himmel nennst
geht viel tiefer
so wie heute die wolken
verstellt oft vieles
unseren blick
schau hinauf
du siehst nicht alles
heute nicht die sterne
und auch nicht den
zunehmenden mond

stachelvieh.de/2026/01/27/geda…

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