Für so manchen Menschen sind Entfernungen und Geografie nicht so das Ding.
Der kanadische Ort Lytton hatte nun drei Tage mit über 45°C Temperatur hinter sich. Dabei ist er auch gleich mal komplett abgebrannt. Kanada ist weit - ich weiß. Aber Kanada liegt auch auf dem gleichen Breitegrad wie einiges von Deutschland !
Deshalb habe ich hier mal den Ort Lytton auf den Längengrad von Deutschland gebracht:

Und ihr seht: der liegt auf Höhe von Frankfurt ! Könnt ihr euch drei Tage mit 45°C in Frankfurt vorstellen ?

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Zwenkauer Bauhaus-Juwel öffnet seine Türen


Sechs Millionen Euro hat allein der Bund für den Erwerb des Hauses Rabe beigesteuert, inzwischen gibt es sogar Bemühungen zur Aufnahme des architektonischen Juwels als Weltkulturerbe der Unesco. Nur die breite Öffentlichkeit kannte das Haus bislang nur aus Berichten. Das wird ab Donnerstag anders.
Die Gesichter von Nina Schreckenbach und Antje Braga strahlen so hell, dass dahinter sogar die vom Architekten Adolf Rading entworfene Farbgestaltung im Kaminzimmer des Hauses Rabe zu verblassen scheint. Mit rund sieben Monaten coronabedingter Verspätung dürfen sie am Donnerstag die Haustür des „Gesamtkunstwerkes der Klassischen Moderne im Bauhaus-Stil“ erstmals für die Öffentlichkeit aufschließen. „Die Zwischenzeit haben wir genutzt, um die Sicherheitsvorkehrungen zu komplettieren und die Ausstellung hier und da auch zu verfeinern“, informiert Nina Schreckenbach, Geschäftsführerin der im Jahr 2018 eigens für das Projekt „Haus Rabe“ gegründeten Kulturstiftung Landkreis Leipzig. So viel steht fest: Die seit über einem halben Jahr strapazierte Geduld der Gäste wird belohnt. Eröffnungsausstellung lässt Zwenkauer sprechen: Was die meisten Menschen bisher nur aus zahlreichen (auch internationalen) Veröffentlichungen kennen, wird nun aus nächster Nähe sicht- und greifbar. Die Eröffnungsausstellung, in Anlehnung an die frühere Nutzung als Arztpraxis mit dem Titel „Sprechstunde im Haus Rabe“ versehen, bietet zudem ganz private Einblicke in das Leben, das sich hinter den Wänden des architektonischen Juwels abspielte. Fotograf Florian Reimann und Texterin Silke Berg führten Interviews mit einstigen Patienten der noch bis 1994 betriebenen Praxis und lassen in der Ausstellung auch Nachbarn, Freunde der Familie, Lehrer und sogar Handwerker zu Wort kommen, die einst bei Reparaturen am Haus aushalfen. Europaweites Interesse: Zwenkauer erzählen die Geschichte eines Hauses jenseits dessen genialer Architektursprache – das weckt denn auch die Neugier des internationalen Publikums. Sogar aus Frankreich und Tschechien liegen bereits Anfragen vor, bestätigt Antje Braga, Koordinatorin des Hauses Rabe. Das Ausstellungsgebäude ist ab 1. Juli immer donnerstags bis sonntags in der Zeit von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Für Verliebte hat Nina Schreckenbach übrigens auch noch eine Überraschung parat: Im besonderen Bauhaus-Ambiente können sich Paare auch das Ja-Wort geben. Von Rainer Küster

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Freibad-Kooperation zwischen Zwenkau und Markranstädt


Markranstädt hat einen Schwimmmeister, aber kein Bad. In Zwenkau ist es umgekehrt. Dort brauchte man eine weitere Aufsichtskraft, um die soeben begonnene 49. Badesaison im Waldbad abzusichern. Die Lösung ist für Markranstädt eher Schadensbegrenzung, hilft Zwenkau aber personell.
Die Bilder könnten gegensätzlicher kaum sein: Während sich das Gelände des Markranstädter Stadtbades allmählich zu einem naturnahen Habitat für Fuchs und Hase mausert, nimmt die Badesaison im Zwenkauer Waldbad so richtig Fahrt auf. Des einen Freud, des anderen Leid? Nicht ganz, denn aus dem Zoff um die Planungen für das Markranstädter Bad hat sich eine Situation ergeben, mit der beide Städte nicht unzufrieden sind. Für Markranstädt eher eine Art Schadensbegrenzung, für Zwenkau allerdings die Lösung eines wichtigen Personalproblems, verbunden mit einem Besucher-Plus. Schwimmmeister ins Waldbad abgeordnet: Ronny Bettzüge ist der Neue am Zwenkauer Beckenrand. Als Schwimmmeister hatte er bis zu dessen Schließung im Jahre 2019 die Aufsicht über Sicherheit und Ordnung im Stadtbad Markranstädt. Dort wird er jetzt, zumindest vorerst, nicht mehr gebraucht. In Zwenkau war die Situation genau entgegengesetzt, hier suchte man händeringend einen weiteren Schwimmmeister zur Absicherung der Saison. Die Stadtverwaltung habe sich deshalb mit dem Markranstädter Rathaus in Verbindung gesetzt, erläutert Kerstin Schröder vom Zwenkauer Bau- und Liegenschaftsmanagement. Auch Bettzüge war mit der Lösung einverstanden, sich nach Zwenkau abordnen zu lassen und dort bis zum 12. September seinen Dienst zu verrichten. Ausweich nach Pegau, Lützen und Zwenkau: „Ich bin vom Team hier super aufgenommen worden und fühle mich wohl“, sagt der 54-Jährige und lobt die Arbeitsbedingungen im Waldbad. Über aufkommendes Heimweh nach Markranstädt muss er sich keine Sorgen machen. „Das da drüben sind alles Markranstädter“, sagt er und weist zum gegenüberliegenden Ende des Beckens, wo Kinder der Grundschule Großlehna gerade ihren Schwimmkurs absolvieren. Die Schwimmlager für die Grundschulen Markranstädt, Kulkwitz und Großlehna finden in der Zeit vom 7. Juni bis 16. Juli statt. Weil das in Markranstädt aktuell nicht möglich ist, seien die Kurse ins Sommerbad Lützen sowie ins Freibad Pegau und in das Zwenkauer Waldbad verlegt worden, teilt Markranstädts Bürgermeisterin Nadine Stitterich (parteilos) mit und beziffert den Aufwand für Eintritt und Transport der Kinder auf rund 18 000 Euro. Maximal 210 Badegäste dürfen gleichzeitig ins Becken: Für Ronny Bettzüge steht trotzdem fest: „Das Mindeste, was Markranstädt braucht, ist ein Lehrschwimmbecken.“ Wenn ein Kind nicht Fußball oder Volleyball spielen könne, bringe es das nicht um. „Wenn es aber nicht schwimmen kann, dann kann das tödliche Folgen haben“, warnt der Markranstädter in Zwenkauer Diensten und wendet sich wieder seiner Arbeit zu. Bei der Aufsicht über 1150 Quadratmeter Wasserfläche und rund 20 000 Besucher pro Saison ist in jeder Sekunde höchste Aufmerksamkeit gefordert. Dass wegen der Corona-Beschränkungen nur maximal 210 Badegäste gleichzeitig ins Wasser dürfen, macht die Aufgabe für Bettzüge und seine Kollegen Steffen Rietzschel und Dirk Balling nicht einfacher. Für Steffi Klapperstück an der Kasse ist der Überblick anhand der Eintrittskarten dagegen einfacher. Bei 660 Gästen auf dem Gelände muss sie das Tor zum Waldbad schließen. Von Rainer Küster

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Start und Ziel Leipzig: Beliebte Radtouren in die Region


Durch die Messestadt führen etliche Radwanderrouten zu etlichen Zielen. Die LVZ hat sieben Routen genauer unter die Lupe genommen und gecheckt, welche Wegstrecken sich für einen Tagesausflug eignen.
In Leipzig zu radeln, ist zumindest in weiten Teilen der Stadt ein Genuss. Viel Grün auf der Strecke zur Arbeit oder ins Stadtzentrum, egal von wo man sich auf den Weg macht. Dass die Messestadt ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren ist, überrascht daher wenig. Etliche Strecken, die sich durch den Freistaat oder gar Mitteldeutschland ziehen, führen durch Leipzig. Die meisten sind ihrer Gesamtlänge jedoch Projekte für mehrere Tage. Wer sich aber nur einen Tag Zeit nehmen möchte oder kann, hat die Möglichkeit viele Radwanderwege auch auf Teilstrecken zu genießen. Gerade im Lockdown sind Radtouren eine willkommene – und sichere – Alternative. Pleißeradweg: Die gesamte Strecke fasst gute 110 Kilometer – von Crimmitschau im Kreis Zwickau nach Leipzig oder umgekehrt. In der Messestadt fließt die Pleiße als rechter Nebenarm der Weißen Elster und teilt sich am Connewitzer Wehr in den Pleißemühlgraben und das Pleißeflutbett. Ausgangspunkt in Leipzig: Der ideale Ort um aufzusatteln, ist der Clara-Zetkin-Park. Am besten in der Nähe der Galopprennbahn. Dort einfach der Pleiße in Richtung Wildpark folgen. Strecke für einen Tag: Es geht zunächst durch Markkleeberg, Gaschwitz und Böhlen bis nach Rötha. Mögliche Punkte zur Rast ohne große Umwege: der Markkleeberger See oder der Stausee Rötha. Bis dahin sind es knappe 18 Kilometer Strecke, ideal für eine gemütliche Tagestour, wenn man den Rückweg einberechnet. Wer noch weiter will, könnte – vorbei an Regis-Breitingen und Windischleuba – bis in die Skatstadt Altenburg und von dort mit der S-Bahn zurück (circa 45 Kilometer). Elsterradweg: Von der Quelle in der Nähe der tschechischen Stadt Aš bis zur Mündung in die Saale begleitet ein etwa 250 Kilometer langer Radwanderweg die Elster. Fährt man konsequent entlang der Flussrichtung beginnt der Weg für die Leipziger im Süden, da die Elster aus dem Vogtland kommend in Richtung Halle fließt. Ausgangspunkt in Leipzig: Es gibt zwei sinnvolle Optionen. Entweder man startet am Markkleeberger See oder im Clara-Zetkin-Park. Strecke für einen Tag: Für etwas erfahrenere Radler bietet sich die Strecke nach Halle (Saale) an (etwa 42 Kilometer). Vorbei am Auensee, Schkeuditz und Raßnitz folgt man über weite Teile dem gut ausgebauten Weg direkt an der Elster. Die Strecke verläuft weitestgehend gerade. Hinweis: Der Elsterradweg ist sehr beliebt. Dementsprechender Verkehr bleibt also oft nicht aus. Das Äquivalent in die andere Himmelsrichtung wäre die Streckenführung bis Zeitz. Parthe-Mulde-Route: Sozusagen als Brücke für den Elster- und Mulderadweg schlängelt sich die Parthe-Mulde-Route zwischen Leipzig und Grimma entlang. Mit einer Gesamtlänge von knapp 52 Kilometern gehört dieser Radweg zu den überschaubarsten. Ausgangspunkt: Entweder das Rosental, dann geht es noch ein wenig durch die City, oder der Mariannenpark in Schönefeld – hier wird es gleich schön grün. Strecke für einen Tag: Thekla – Taucha – Borsdorf – Beucha – Naunhof – Grimma. Auf dem Weg geht es viel durch Parkanlagen und wildes Grün. Steinbrüche und Tagebauseen wie der Albrechtshainer See liegen ebenfalls an der Strecke. Die Tour ist ideal für einen Ausflug ohne Abstriche, zumindest für erprobte Tagesausflügler. Hinweis: Die Wege sind nicht selten uneben und steinig. Auch die Beschilderung hat Luft nach oben. Es lohnt daher die Strecke im Vorfeld zumindest grob zu checken. Zurück nach Leipzig bringt dann die S-Bahn.  Grüner Ring: Wie der Name es bereits verrät, führt der Grüne Ring einmal um die Stadt. Mit etwa 135 Kilometern streift der Weg etliche kleinere und größere Ortschaften und Gemeinden in der Umgebung. Nördlichster Punkt ist die Schladitzer Bucht, westlichster Ausschlag der Neukieritzscher Ortsteil Lippendorf. Ausgangspunkt in Leipzig: Je nachdem, wo man Zuhause ist. Geeignet wären zum Beispiel der Große Schöppenteich in Taucha, das Stadtzentrum Markranstädt, die S-Bahn-Station Böhlen oder der Bahnhof Borsdorf. Strecke für einen Tag: Wem das Leipziger Umland noch kein wirkliches Bild vermittelt, kehrt von dieser Tour als ortskundig zurück. Der Grüne Ring ist, zumindest für Freizeitradler, kaum an einem Tag zu schaffen. Dafür lässt sich die Route allerdings wunderbar in Etappen aufteilen. Eine Möglichkeit: Von West nach Ost. Startpunkt wäre Markranstädt, Endpunkt Naunhof (knapp 52 Kilometer). Eine kürzere Variante führt nach Böhlen (etwa 27 Kilometer). Neuseenland-Route: Neun von 19 Seen der Neuseenlandschaft auf circa 100 Kilometern mit dem Rad. Eine wasserreiche Route vorbei an ehemaligen Braunkohlebrachen, die inzwischen Naherholungsmekka für die Leipziger sind. Ausgangspunkt in Leipzig: Auch hier gibt es wieder verschiedene Varianten. Am nähesten am Stadtzentrum liegt Markkleeberg. Strecke für einen Tag: Der gesamte Weg umrandet den Markkleeberger See, den Störmthaler See, den Hainer See, den Haubitzer See, den Haselbacher See, den Groitzscher See, den Großstolpener See, den Zwenkauer See und den Cospudener See – eine ideale Distanz für ein entspannten Wochenendausflug. Für Tagesradler wäre zum Beispiel eine große Runde um Cossi, Markkleeberger und Störmthaler See denkbar. Eine Nummer kleiner: Die Umfahrung eines einzelnen der neun Bergbauseen. Drei Rundwege im LVZ-Test: Bergbaugeschichte am Störmthaler See Naturidylle am Hainer See Einmal um den Zwenkauer See Kohle-Dampf-Licht: Strukturwandel auf 160 Kilometern – der Kohle-Dampf-Licht-Radweg offenbart ein einst mächtiges mitteldeutsches Industrierevier, das keines mehr ist. Gezeichnet von einer wechselvollen Geschichte führt die Strecke durch eine Region im Wandel – von Lutherstadt Wittenberg bis ins Leipziger Neuseenland. Ausgangspunkt in Leipzig: Je nachdem, wo es hingehen soll. Möglich wären: Markkleeberger See, Cospudener See oder das Stadtzentrum. Strecke für einen Tag: Die offizielle Etappenführung offenbart zwei Möglichkeiten. Variante A: 50 Kilometer von Markkleeberg nach Delitzsch, alternativ können Sie auch im City Zentrum starten – am besten im Rosental in Richtung Gohlis. Variante B: Vom Cossi (oder Markkleeberger See) bis zum Grostolpener See in 40 Kilometern. Hier geht es vorbei am Störmthaler See und dem Bergbau Technikpark in Großpösna. Leipzig-Elbe-Radroute: Die Leipzig-Elbe-Route ist der eher unbekannte Zubringer zu seinem populären großen Bruder dem Elberadweg. Die Strecke endet in Schirmenitz, einem Ortsteil der Gemeinde Cavertitz in Nordsachsen. Die knapp 83 Kilometer kreuzen dabei den Grünen Ring, die Neuseenland-Route und die Parthe-Mulde-Radroute. Ausgangspunkt in Leipzig: Am einfachsten wäre es, vom Hauptbahnhof zu starten. Die Leipzig-Elbe-Route verläuft anschließend weiter gen Osten. Strecke für einen Tag: Möglich wäre eine knappe 30 Kilometer-Tour nach Machern, vorbei am Albrechtshainer See und dem Steinbruch Beucha. Wer noch etwas weiter möchte, fährt bis in die Ringelnatzstadt Wurzen (etwa 45 Kilometer), um dort ein wenig an der Mulde zu verweilen. Von Lisa Schliep

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Pereser See: Fassungsvermögen wird gigantisch


Wo heute noch Braunkohle gefördert wird, entstehen im Bereich des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain weitere neue Gewässer. Kohleförderer Mibrag gab einen Ausblick auf die künftige Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft im Dreiländereck zwischen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Von oben sehen sie wie Spielzeug aus – riesige Schaufelradbagger, die sich ins Erdreich fressen. Vom Aussichtspunkt am Tagebau Vereinigtes Schleenhain hatten die Teilnehmer der Info-Tour den besten Blick in die Grube. „Jährlich werden hier rund zehn Millionen Tonnen Braunkohle für das Kraftwerk Lippendorf gefördert“, erläuterte Armin Eichholz, Geschäftsführer der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag). Aktiver Tagebau bedeute zugleich, den Grundstein für die spätere Rekultivierung zu legen, betonte er.

Groitzscher Dreieck wird nicht in Anspruch genommen

Der Kohle-Ausstieg wirbelt naturgemäß auch die Planungen für die Förderstätte im Dreiländereck zwischen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durcheinander. Bastian Zimmer, Direktor Planung beim Kohleförderer Mibrag, vermittelte den Zuhörern einen Eindruck von den nunmehr anstehenden zeitlichen Änderungen. Noch bis 2035 werde im Tagebau Vereinigtes Schleenhain Kohle gefördert. „Aus dem Abbaufeld Schleenhain wollen wir bis zum Jahr 2026 noch Kohle gewinnen, im Abbaufeld Peres bis 2035.“ Das dritte Gebiet Groitzscher Dreieck wird nicht mehr in Anspruch genommen. Auch Pödelwitz kommt ungeschoren davon.

Pereser See erreicht gigantische Ausdehnung von zwölf Quadratkilometern

Wie bereits bei anderen Restlöchern auch werden nach der Kohle Seen entstehen. Der mit Abstand Größte im Bereich des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain wird der Pereser See. Dessen Ausmaße werden stattlich sein und selbst den Zwenkauer See mit zehn Quadratkilometern als bisher größtes Gewässer in der Region übertreffen. Laut Zimmer wird sich der Pereser See auf einer Fläche von zwölf Quadratkilometern erstrecken. „Das wird ein richtig großer See – mit einem Volumen von 430 Millionen Kubikmetern und einer Wassertiefe von bis zu 80 Metern“, nannte der Planungsdirektor Zahlen. Nach derzeitigem Stand sei vorgesehen, das Tagebaugelände zwischen Neukieritzsch und Groitzsch ab 2038/2039 für zwölf Jahre zu fluten. Fließen soll das kostbare Nass aus Mulde oder Weißer Elster, heißt es in der bisherigen Revierplanung. „Ab 2060 streben wir dann einen selbstregulierten See an.“

Noch früheres Kohle-Aus würde sich auf Bergbaufolgelandschaft auswirken

Landrat Henry Graichen, zugleich Vorsitzender des einladenden Regionalen Planungsverbandes, machte deutlich, dass dem Bergbaubetrieb angesichts der bevorstehenden Rekultivierungserfordernisse die Möglichkeit gegeben werden müsse, Rückstellungen zu bilden. Auch aus diesem Grund sei es mit Blick auf eine möglichst nachsorgefreie Bergbaufolgelandschaft nicht angezeigt, noch früher als geplant aus der Kohle auszusteigen.

Ein Gedanke, den auch Regionalplaner Andreas Berkner unterstrich. „Was unter dem Aspekt des CO2-Ausstoßes wünschenswert wäre – eine frühere Beendigung der Kohleverstromung und damit auch des Tagebaus - würde eine andere Bergbaufolgelandschaft bedeuten.“ Die Region, appellierte Berkner, brauche deshalb einen verlässlichen Ausstiegspfad. „Es darf nicht wie in den 1990er Jahren passieren, wo Tagebaue über Nacht dicht machen mussten und die letzte Kohle noch auf den Förderbändern liegen blieb. Diese Erfahrung steckt dem Revier heute noch in den Knochen.“
Auf Zukunftsperspektiven angesprochen, äußerte sich Mibrag-Chef Eichholz kurz zu neuen Geschäftsfeldern. „Aktuell sind in unserem Unternehmen drei Windparks in der Planung mit einem Investitionsvolumen von 200 Millionen Euro.“ Man sei intensiv dabei, sich neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Von Simone Prenzel

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Tour durchs Neuseenland: Blausee informiert über neue Pläne am Hainer See


Welche Vorhaben der Braunkohlesanierung hält das Leipziger Neuseenland noch bereit und was passiert an den ehemaligen Tagebauseen? Auf einer Info-Tour durch den Südraum stand unter anderem die Entwicklung am Hainer See im Fokus. Als vorerst letztes Bauvorhaben soll am Nordufer das Hafendorf „Hain“ entstehen. An dem gefluteten Tagebausee gehen seit Jahren öffentliche und private Investitionen Hand in Hand.
Zwischen Kanupark und Kohleflözen, Schiffen und Schaufelradbaggern bewegte sich die Info-Tour, zu der die Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland und der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen zu Wochenbeginn eingeladen hatten. „Beim Thema Bergbausanierung ist schon viel geschafft, dennoch warten im Leipziger Neuseenland noch zahlreiche Herausforderungen auf die Akteure “, begrüßte Andreas Berkner, Leiter der Regionalen Planungsstelle, die rund 40 Teilnehmer. Vor allem die weitere Notwendigkeit der so genannten Paragraf-4-Maßnahmen stand während der eintägigen Rundreise im Fokus. Mit diesen Geldern wird über die Grundsanierung hinaus die Attraktivität der Kohlereviere erhöht. Mittelkürzungen in Größenordnungen abgewendet: Die Tour stand unter erfreulichen Vorzeichen: Nachdem die Kürzung der Sanierungsmittel und damit das Aus für zahlreiche Vorhaben drohte, gibt es inzwischen eine erfreuliche Wende: „Durch unsere Intervention in Dresden haben wir Kürzungen im ursprünglich geplanten Ausmaß abgewendet“, zeigte sich Berkner erleichtert. Insbesondere durch die Unterstützung regionaler Landtagsabgeordneter sei es gelungen, im sächsischen Doppelhaushalt doch noch 18 Millionen Euro für die Jahre 2021 und 2022 zu verankern. „Damit kommt die Braunkohlesanierung nicht zum Erliegen“, betonte der Regionalplaner, der sich zugleich wünschte, dass davon auch Mitteldeutschland kräftig profitiert. „Denn beim Verteilen der Gelder zwischen Leipziger Region und der Lausitz sollte auch daran gedacht werden, wer um die Aufstockung gekämpft hat.“ Nach Stationen am Schladitzer, Zwenkauer und Störmthaler See hieß Christian Conrad, Geschäftsführer der Blauwasser Seemanagement GmbH, die Teilnehmer an der Lagune Kahnsdorf willkommen. Hier hat sich der Hainer See längst zu einem Hotspot der touristischen Entwicklung im Landkreis Leipzig gemausert. Als einziger Privatsee der Region gehört der Hainer See seit 2005 zum Imperium des inzwischen verstorbenen Milliardärs und Ratiopharm-Gründers Adolf Merckle. Die Firmengruppe hatte damals das 1100 Hektar große Areal mit den drei Teilseen Hainer, Haubitzer und Kahnsdorfer See von der Wirtschaftsförderung Leipziger Land (Will) erworben. An die Kohlegrube des Tagebaus Witznitz erinnert heute nichts mehr: An die Kohlegrube des einstigen Tagebaus Witznitz erinnert heute nichts mehr. Durch die privaten Besitzverhältnisse und den potenten Investor wurde vieles möglich. „Beim Bau von Schiffsanlegern, Parkplätzen und dem öffentlichen Rundweg sind wir aber auf öffentliche Gelder angewiesen“, machte Conrad vor der Kulisse schicker Hafen-Restaurants und flotter Segelboote klar. Berkner erinnerte daran, dass es die Kohle war, der Kahnsdorf seine heute prädestinierte Lage verdankt. Zu tiefsten Bergbauzeiten fristete der Ort ein Inseldasein, war an drei Seiten vom Tagebau umzingelt. Wo früher die Welt an der Tagebaukante zu Ende war, glitzern heute geflutete Seen in der Sonne. Und bescheren den See-Eignern attraktives Bauland am Wasser. Auch öffentliche Hand profitiert von Verkauf von Seegrundstücken: Fast kein Monat vergeht, an dem nicht weitere noble Ferienvillen aus dem Boden schießen. Der Bauboom rund um den 600 Hektar großen Hainer See ist unübersehbar. Conrad erinnerte daran, dass die öffentlichen Mittel aus der Bergbausanierung die Initialzündung für die erfolgreiche Entwicklung gewesen seien. „Inzwischen sind rund um den See im Bereich Gastronomie, Hotellerie und Camping fast 30 Jobs entstanden.“ Zudem habe durch den Verkauf der Seegrundstücke an Privatleute auch die öffentliche Hand profitiert. „Die Grunderwerbssteuer hat die eingesetzten Strukturgelder inzwischen mehrfach finanziert“, rechnete der Blausee-Geschäftsführer vor. Der Neukieritzscher Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU) betonte die Notwendigkeit weiterer Paragraf-4-Gelder. „In Kahnsdorf haben wir noch viel vor“, merkte der Gemeindechef mit Blick auf die Wiederherstellung der Straßenverbindung nach Neukieritzsch oder die Anbindung des gerade entstehenden Wohngebietes an. Bebauungspläne existieren für vier Kilometer Uferlänge am Hainer See: Ob die Öffentlichkeit fürchten müsse, bald keinen Zugang mehr zu öffentlichen Stränden zu haben, wollten Teilnehmer wissen. Conrad beruhigte sie: „Die gültigen Bebauungspläne in der Lagune und am Nordufer machen rund vier Kilometer von insgesamt 15 Kilometern Uferlänge aus.“ Es gebe sechs öffentliche Strände, die jederzeit zugänglich seien. Als vorerst letztes Bauprojekt wird auf Röthaer Seite das Hafendorf „Hain“ realisiert. Mit Terrassen, kleinen Gässchen, Hafengebäuden und weiteren noblen Häusern in Hanglage. Der Name der mondänen Uferbebauung soll an den Ort Hain erinnern, der schon vor Jahrzehnten dem Bergbau weichen musste. Für die neu entstehenden Ferienwohnungen werden Quadratmeterpreise ab 5000 Euro aufgerufen. Der Markt gibt es offenbar her. Und Christian Conrad sieht sich schon wie auf dem Gardasee von einem Ufer zum anderen schippern. „Das wird wie die Überfahrt“, schwärmt er, „von Limone nach Malcesine.“ Von Simone Prenzel

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Hausmittel bei A-72-Bau: 800 Tonnen schweres Brückenteil gleitet auf Fit


Da staunen selbst Bauexperten: Beim Bau der größten Brücke an der A-72-Anschlussstelle Zwenkau bei Böhlen gleiten 800 Tonnen Stahl auf einem einfachen Haushaltsmittel aus dem Supermarkt.
Am Dienstag hat die nächste spektakuläre Aktion beim Bau der größten Brücke an der künftigen Anschlussstelle Zwenkau der Autobahn 72 begonnen. Ein 120 Meter langes und rund 800 Tonnen schweres Brückenteil aus Stahl wurde vom Widerlager aus in Richtung des nächsten Pfeilers geschoben. Vorgesehen ist, das Teil am 21. Juni in seine Endlage zu bringen. Die insgesamt 194 Meter lange Brücke wird einmal die Bundesstraße 2 an die A 72 heranführen und dabei die Pleiße, die Bahnlinie und die Staatsstraße 72 überspannen. Überraschendes Detail beim Brückenbau: Ein aufsehenerregendes Detail bei den Arbeiten versetzte sogar Beobachter der Autobahn GmbH in Erstaunen. Während der stählerne Koloss von Pressen vorwärtsgeschoben wird, gleitet er an vorbestimmten Stellen auf zwei Schichten aus Edelstahl und Teflon. Dazwischen wird ein Schmiermittel gegeben: ein handelsübliches Spülmittel, Fit in kleinen Flaschen, wie es sie für 99 Cent im Supermarkt zu kaufen gibt. Von André Neumann

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Zwenkau schnürt Haushalt für zwei Jahre


Der Zwenkauer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung die Haushaltssatzungen für das laufende und das nächste Jahr festgezurrt. Größter Posten in beiden Etats sind die Aufwendungen für Kindertagesstätten.
Mit den Haushaltssatzungen für 2021 und 2022 hatte der Zwenkauer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung gleich zwei Schwergewichte vor der Brust. Für das laufende Jahr verabschiedeten die Abgeordneten einen Etat im Gesamtvolumen von rund 39 Millionen Euro, wobei sich die Aufwendungen auf 19 Millionen und die Investitionen auf 2,4 Millionen Euro belaufen. Unter dem Strich wird in Zwenkau mit einem Gesamtergebnis von rund 67 000 Euro geplant, während der Finanzhaushalt mit einem Minus in Höhe von etwa 900 000 Euro schließen soll.

Mit Ausnahme der Ausgaben für Investitionen, die gegenüber dem laufenden Jahr um mehr als das Doppelte auf rund 5,5 Millionen Euro steigen sollen, stellen sich die Eckpunkte der Satzung für das nächste Jahr 2022 ähnlich dar. Das Gesamtvolumen umfasst hier 39,5 Millionen Euro, die Aufwendungen steigen geringfügig auf 19,1 Millionen Euro.
30 Prozent der Aufwendungen fließen in Kitas

Gegenüber der LVZ hob Zwenkaus Bürgermeister Holger Schulz (CDU) den hohen Ausgaben-Anteil für die Kindertagesstätten hervor. „Im laufenden Jahr sind dafür rund 5,4 Millionen Euro eingestellt. Das sind 28,5 Prozent der gesamten Haushaltsaufwendungen“, betonte er und verwies darauf, dass die Ausgaben weiter steigen würden. „Für das Jahr 2022 haben wir im Kita-Bereich 5,7 Millionen Euro vorgesehen. Da liegen wir dann schon bei 30 Prozent.“

Von Rainer Küster

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Envia-Tel investiert in schnelles Internet für Privatkunden im Landkreis Leipzig


Der regionale Kommunikationsdienstleister Envia-Tel öffnet sein Glasfasernetz in Sachsen zunehmend für Privatkunden. Kurzfristig will man im Landkreis Leipzig rund 16.000 Haushalte anbinden. Langfristig sollen es im Freistaat bis zu 50.000 sein.
Der regionale Glasfasernetzbetreiber Envia-Tel will stärker in die Breitbandversorgung von Privatkunden investieren. Das in Markkleeberg ansässige Unternehmen hat damit in einem Pilotprojekt im Landkreis Leipzig begonnen. Geplant ist, die Kommunen Böhlen, Elstertrebnitz, Groitzsch, Pegau und Zwenkau mit insgesamt 16.000 Haushalten an das Glasfasernetz anzubinden. Rund 17 Millionen Euro will das Unternehmen dieses Jahr insgesamt investieren. Schnelles Internet für bis zu 50.000 Privatkunden: „Wir werden das Glasfasernetz in den Kommunen flächendeckend ausbauen, um so die privaten Haushalte mit einem Komplettangebot bestehend aus Telefonie, TV und schnellem Internet mit Übertragungsgeschwindigkeiten bis 1000 Megabit pro Sekunde zu versorgen“, sagte Stephan Drescher, Geschäftsführer des zum ostdeutschen Energieversorgers EnviaM gehörenden Unternehmens. Voraussetzung für die Erschließung ist eine Beteiligung von mindestens 35 Prozent der Haushalte pro Kommune, da der Glasfaserausbau eigenständig finanziert wird. Auch an anderer Stelle im Landkreis Leipzig ist Envia-Tel mit der Idee erfolgreich. „Im Wurzener Land haben wir gemeinsam mit Partnern eine öffentliche Ausschreibung zum Glasfaserausbau gewonnen und den Zuschlag für den Netzbetrieb erhalten. Künftig werden wir rund 3.000 Haushalte und Unternehmen in Bennewitz, Lossatal, Thallwitz und Wurzen mit leistungsstarken Glasfaserprodukten versorgen“, erläutert Drescher. Ziel sei es, bis 2025 rund 50.000 Privathaushalte ans Glasfasernetz anzuschließen Schub durch Ausbau der Internetkapazitäten im Corona-Jahr: Envia-Tel ist eine Tochter des ostdeutschen Energieversorgers EnviaM und betreibt nach eigenen Angaben ein Glasfasernetz von rund 6200 Kilometern in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg – bisher für Unternehmenskunden. Voriges Jahr wurden dem Unternehmen zufolge 48 weitere Industrie- und Gewerbestandorte an das Netz angeschlossen. Schwerpunkte waren das Erzgebirge, Vogtland und der Landkreis Mittelsachsen. Der Ausbau der Internetkapazitäten habe Envia-Tel im Corona-Jahr 2020 einen weiteren Schub verliehen. Der Umsatz stieg deutlich von 59,2 Millionen auf 79,1 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 200 Mitarbeiter. Von Andreas Dunte

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Deutsche Radinfrastruktur (Symbolbild)


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Impftermin-Generalprobe in Zwenkau bestanden


Terminvergaben für Corona-Schutzimpfungen sind in manchen Kommunen ein Kraftakt, oft verbunden mit Telefondienst im Schichtsystem. Die Stadt Zwenkau hat einen anderen Weg gewählt und auf ihrer neuen Internetseite erstmals eine eigene Software genutzt. Vom Ergebnis war man im Rathaus am Ende selbst überrascht.
Hochbetrieb vor der Zwenkauer Stadthalle. Seit Dienstag macht hier ein mobiles Impfzentrum des DRK Station und das Angebot wird erwartungsgemäß rege genutzt. Eigentlich nichts Besonderes in Tagen, da Impfzentren auch in vielen anderen Städten ihre Türen öffnen. Warum die Aktion in Zwenkau dennoch mehr Aufmerksamkeit genießt, liegt nicht am Impfstoff oder der hohen Beteiligung, sondern an der Terminvergabe. Die erfolgte ausschließlich online und war für die Stadt zugleich die Generalprobe für weitere digitale Angebote. Einwohner Schritt für Schritt mitnehmen: Als sich die Türen der Stadthalle öffnen, ist dem Bürgermeister die Erleichterung anzusehen. „Die Online-Terminvergabe hat reibungslos funktioniert“, strahlt Holger Schulz (CDU) beim Anblick der Warteschlange. Rund 600 Termine seien im Vorfeld digital vergeben worden, allesamt über das neue Internet-Modul auf der Webseite der Stadt. „Unser Ziel ist es, dem Onlinezugangsgesetz nicht erst mit Fristablauf Ende nächsten Jahres gerecht zu werden“, erläutert er. Vielmehr wolle man die Einwohner in diesem Prozess Schritt für Schritt mitnehmen, die Vergabe der Impftermine sei ein Anfang gewesen. Demnächst sollen Termine im Pass- und Meldeamt auf die gleiche Weise vergeben werden. Schon jetzt könne man Hundesteuer und Gewerbe digital anmelden und bald auch die Schulanmeldungen der Kinder online vornehmen. Hausaufgaben für analoge Arztpraxen: „Wir waren überrascht, wie gut das Angebot auch von älteren Menschen angenommen wurde“, freut sich auch Nina Schreckenbach. Allerdings hat die Referentin des Bürgermeisters festgestellt, dass eher einige Hausärzte noch Hausaufgaben in Sachen Digitalisierung zu erledigen hätten. Diese haben über das Impfzentrum ein Kontingent für ihren Patientenstamm erhalten, „aber die Kommunikation war in einigen Fällen nur per Fax möglich“, staunt sie. Frisch geimpft zu Lok ins Training: Der erste Zwenkauer, der am Dienstag in der Stadthalle geimpft wurde, war übrigens Fußball-Legende Frank Baum (65). Der mit olympischem Silber dekorierte Verteidiger hatte sich vor zwei Wochen via Internet angemeldet. „Vorsichtshalber habe ich mich mal eine Viertelstunde früher auf die Socken gemacht und jetzt stehe ich hier als Erster in der Schlange“, freut er sich über den Termin, der „perfekt in den Kalender passt. Heute Abend beginnen wir bei den Alten Herren von Lok Leipzig wieder mit dem Training.“ Von Rainer Küster

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Afrikanische Schweinepest rückt näher: „Das ist keine abstrakte Gefahr mehr“


Die Afrikanische Schweinepest rückt näher. Wie ein Experte der Tierseuchenbekämpfung im Landkreis Leipzig die Lage einschätzt und wie sich ein Schweinemastbetrieb mit 5000 Tieren gegen die Seuche schützt:

Vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wird seit langem gewarnt. Bislang blieb die hiesige Region zwar verschont, „aber die Situation ist ernster geworden“, sagt Norman Ständer, Sachgebietsleiter Tierseuchenbekämpfung im Landkreis Leipzig. „Wir sind stark beunruhigt. Das ist keine abstrakte Gefahr mehr.“ Mehr als 180 ASP-Fälle bei Wildschweinen gab es bereits in Sachsen, aktuell ist der Raum Görlitz betroffen. Das Problem sei, dass die Infektionen nicht punktuell, sondern in großen Gebieten auftreten. Damit verbreite sich das Virus schneller. Es gibt einen „hohen Infektionsdruck aus dem Osten“. Kein Schweine-Transport in Sperrzonen: Diese Krankheit ist für den Menschen nicht gefährlich, kann aber die Hausschweine-Produktion extrem gefährden. Grund: Wenn ein infiziertes Wildschwein gefunden und deshalb eine Sperrzone eingerichtet wird, dürfen die landwirtschaftlichen Unternehmen in dieser Region keine Tiere mehr transportieren. Hausschweine werden jedoch in Deutschland viel bewegt, wie der Fachtierarzt für Öffentliches Veterinärwesen erklärt. Es gebe häufig eine „arbeitsteilige Schweineproduktion“, nach der Buchten, Tränken und Futterautomaten ausgelegt sind. Das heißt: Zehn Wochen alte Ferkel werden in einen Betrieb zur Vormast und in einen weiteren zur Endmast gefahren, bevor sie zum Schlachthof kommen. Wenn der Transport wegen der Afrikanischen Pest vor Ort verboten wird, liegt der Betrieb komplett lahm, so Ständer. Mais in Sperrzone darf nicht geerntet werden: Das könne sogar die Feldwirtschaft betreffen. Liegt ein Maisfeld in der gesperrten Zone, dürfe dort vorerst nicht geerntet werden. Denn dies würde die Wildschweine vertreiben, die sich im Feld verstecken. Ziel der Sperrgebiete sei, alle Tiere dort zu erlegen. Deshalb sollten die eventuell kranken Schweine nicht verscheucht werden. Die ASP überträgt sich auf zwei Wegen. Entweder von Tier zu Tier oder über kontaminierte Nahrungsmittel, zum Beispiel wenn Brot mit infektiöser Wurst auf einer Autobahn-Raststätte weggeworfen – und später von einem Wildschwein gefressen wird. 2800 Proben im Landkreis untersucht: Die hiesige Landkreisverwaltung ist seit langem wegen der ASP in intensivem Gespräch mit Jägern, Förstern und Landwirten. Es gebe ein Monitoring, um Wildschweine besser zu beobachten und möglichst frühzeitig Krankheitsfälle zu erkennen. Bislang wurden 2800 Proben von Schwarzkitteln auf Pesterreger untersucht, sagt der Tierarzt der Behörde. Es gehe darum wachsam zu sein und möglichst viele Menschen dafür zu sensibilisieren. Ihm sei klar, dass in Corona-Zeiten sich die Leute nur wenig für Tierseuchen interessieren, doch bei dieser Schweinepest handele es sich um eine „langwierige Bekämpfung“. Wichtig für Otto Normalverbraucher sei, keine Nahrungsmittel in den Wald zu werfen. Außerdem sollte die Leitstelle der Feuerwehr verständigt werden, wenn jemand ein totes Wildschwein findet. Viel Hygiene in Zwenkauer Betrieb mit 5000 Tieren: Mehr als wachsam ist Kristin Heinichen, Geschäftsführerin der Agrarproduktion „Elsteraue“ GmbH & Co. KG in Zwenkau. Ihr Betrieb mit 15 Mitarbeitern hat eine Schweinemastanlage mit 5000 Stallplätzen. „Wir müssen die Lage ernst nehmen“, sagt die Chefin. Es gelten strikte Hygienevorschriften. Mitarbeiter wechseln die Kleidung, wenn sie in den Stall gehen. Fahrzeuge, die aufs Gelände fahren, werden desinfiziert. Es habe schon „hässliche Fälle“ gegeben: Außerhalb von Deutschland zum Beispiel hat ein Mitarbeiter ein Wurstbrot im Schweine-Stall gegessen. Ihm ist ein Stück davon runtergefallen, ein Hausschwein hat es gefressen. Doch die Wurst stammte von einem Tier, das die ASP hatte. Damit war das Virus im Betrieb. Eine Keulung des gesamten Bestandes wäre hierzulande die Folge. Übungen für den zu Ernstfall: In die Zwenkauer Anlage kommen die Schweine mit einem Gewicht von je 25 bis 30 Kilogramm. „Wir haben das große Glück, dass unsere Tiere von einem Betrieb stammen, der nur eine halbe Stunde entfernt ist“, sagt Heinichen. Würde dieses landwirtschaftliche Unternehmen bei Görlitz liegen oder in Brandenburg, wo es bereits knapp tausend Pestfälle gibt, wäre das aktuell schwierig. Weil das Unternehmen mit zu den größten Schweinemastbetrieben in der Region zählt, wurde hier bereits 2018 mit einer groß angelegten Übung der Ernstfall zur Afrikanischen Schweinepest geprobt. Ende 2019 fand dazu auch eine Übung mit hundert Akteure im Thümmlitzwald bei Grimma statt. – Im Juni 2007 wurden die ersten Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aus Georgien gemeldet. Die Tierseuche breitete sich von dort westlich aus. Im Juni 2018 wurden die ersten Fälle in der Tschechei gemeldet. – Die ASP ist eine fieberhafte, hoch ansteckende Erkrankung für Haus- und Wildschweine und verläuft fast immer tödlich. Eine Ansteckungsgefahr für den Menschen besteht nicht. Selbst der Verzehr von infiziertem Schweinefleisch soll kein gesundheitliches Risiko darstellen. – Durch Personen- und Fahrzeugverkehr aus betroffenen Gebieten ist eine Einschleppung der Seuche nach Deutschland möglich. Besonderes Augenmerk sei auf mitgebrachte Nahrungsmittel und auch Speisereste zu legen, die unter keinen Umständen an Haus- oder Wildschweine verfüttert werden dürfen, sondern sicher entsorgt werden müssen. – Die ASP wurde erstmals 1921 in Kenia beschrieben und ist in Afrika südlich der Sahara weit verbreitet. In Europa wurden sporadische Ausbrüche berichtet – zum Beispiel 1974 in Frankreich, 1985 in Belgien, 1994 in Spanien – die alle erfolgreich bekämpft werden konnten, informierte das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz. 1978 sei die Tierseuche nach Sardinien (Italien) eingeschleppt und bis heute nicht getilgt worden. Von Claudia Carell

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Als Antwort auf Andreas vom Zwenkauer See

He had two advantages over Chesley Sullenberger: He was already on the way to landing, - that is higher airspeed, prepped to land - and with a shitload of altitude to spend for airspeed on the way down.

And secondly he didn't have to get down in a densely populated area with barely enough space for a goddamn car to ride, much less of a Boeing to land without breaking the wings off.

Sully's miracle was not to land a jet without engines - that has indeed been accomplished before: the Gimli Glider did that too, on what once was actually a runway, the Galunggung Sailing club survived ingestion of volcanic ashe and a subsequent flame out on all four engines, more recently Cathay Pacific made it safely down with one engine idle and one in flight (serious overspeed landing).
Sully's miracle was to demonstrate it was actually possible to land a jet on water, something that usually costs a lot of lives, if not every soul on board.

So, while there's absolutely no reason to talk down what Dárdano did when both his engines failed due to the heavy ingestion of water they went through, it is not entirely comparable to what Sullenberger did on the Hudson.

Mind you I think the most hilarious part is how they got the plane of the dam afterwards: With a new engine and just enough fuel to make it to the nearest airport they actually took off from there again…

Nachdem wir gestern diesen wunderschönen Vollmond hatten möchte ich einen Kulturbeitrag bringen:

Lieber Mond, du hast es gut
du hast kein Grund zur Klage.
Du bist im Jahr nur zwölfmal voll
und ich fast alle Tage !
;-)


Das Foto habe ich mit dem Handy fotografiert. Mit einer richtigen Kamera wäre es wohl besser geworden ...

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Fast 1000 Autoreifen brennen bei Böhlen


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Ein Brand hat die Wehren rund um Böhlen in der Nacht zum Mittwoch wachgehalten. Zwischen Zwenkau und Großdeuben waren rund 1000 Autoreifen in einem landwirtschaftlich genutzten Silo in Flammen aufgegangen. 50 Einsatzkräfte waren vor Ort.
Rund vier Dutzend Einsatzkräfte von fünf Feuerwehren haben sich die Nacht zum Mittwoch um die Ohren geschlagen. Grund dafür war ein Brand von circa 1000 Autoreifen in einem landwirtschaftlichen genutzten Silo zwischen Zwenkau und Großdeuben. Die Polizei ermittelt.

Die Kameraden wurden nach Aussage von Mike Köhler vom Kreisfeuerwehrverband Landkreis Leipzig gegen 0.30 Uhr alarmiert. Sie rückten aus Böhlen, Großdeuben, Zwenkau, Pegau und Markkleeberg an. Weil die Wasserversorgung vor Ort nicht ausreichend war, mussten die Tanklöschfahrzeuge aus Markkleeberg und Pegau hinzugerufen werden.
Rund 1000 Autoreifen sind in der Nacht zwischen Böhlen und Zwenkau in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehren sind mehrere Stunden im Einsatz.

Wie Köhler erklärt, sind bei dem Löschangriff mehrere Strahl- und Schaumrohre zum Einsatz gekommen. Zum Teil mussten sie von den Brandschützern unter schwerem Atemschutz vorgetragen werden. Ein Radlader unterstützte die Einsatzkräfte, indem er die brennenden Reifen auseinanderzog. Die davon bedeckte Silage-Anlage zur Futtermittelherstellung war nicht gefüllt, informierte die Polizei.

Der Feuerwehreinsatz dauerte mehrere Stunden an. Erst gegen 6 Uhr am frühen Morgen war das Feuer gelöscht. Zum Einsatz kamen rund 50 Floriansjünger sowie zehn Fahrzeuge der Feuerwehr.

Mittlerweile haben Polizeibeamte des Reviers Borna die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, teilte die Polizeidirektion Leipzig am Mittwochmittag mit. In der Nacht hatte ein Hinweisgeber das Feuer gemeldet. Es wird davon ausgegangen, dass Unbekannte die Reifen in Brand gesetzt hatten. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt.

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Zu hohe Inzidenz: Landkreis Leipzig nimmt Lockerungen zurück


Der Landkreis Leipzig muss auf Grund stark steigender Infektionszahlen reagieren: Nachdem der kritische Inzidenzwert von 100 den dritten Tag in Folge gerissen wurde, werden Corona-Lockerungen wieder zurückgenommen. So ist Click-and Meet- und die Öffnung von Museen oder Kosmetikstudios ab Mittwoch wieder Geschichte. Friseure oder Blumenläden dürfen hingegen geöffnet bleiben.

Die Lage im Landkreis Leipzig spitzt sich weiter zu: Am Montag wurde der kritische Inzidenzwert von 100 den dritten Tag in Folge gerissen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) vermeldete am Montag einen Anstieg auf 139,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am Freitag hatte der Wert noch bei 88,3 gelegen. Binnen eines Tages war er dann auf 124,4 hochgeschnellt, lag Sonntag bei 126,3 und erreichte am Montag einen neuen Höchststand.

Vorbei die kurze Entspannung, als weitere Lockerungen schon greifbar schienen und sich Gastronomen schon Hoffnung gemacht hatten, ihre Freisitze herzurichten. Nun zeigt die Kurve also auch im Landkreis wieder nach oben. Auch die Click-and-Meet- Angebote, mit denen der Einzelhandel gerade neue Hoffnung geschöpft hatte, werden wieder rückgängig gemacht. Ob Schulen und Kitas schließen müssen, entscheidet sich erst in den nächsten Tagen.

Folgende gerade erst verfügte Lockerungen werden laut Landratsamt wieder zurückgenommen. Ab 24. März gelten folgende Regeln:

• Einzelhandel: Das Einkaufen mit Terminvereinbarung („click&meet“) wird beendet

• Individualsport allein oder zu zweit oder in Gruppen bis 20 Kinder unter 15 Jahren im Außenbereich auf Außensportanlagen wird wieder untersagt

• Tierparks, Botanische und Zoologische Gärten müssen schließen

• Museen, Galerien und Gedenkstätten müssen schließen

• Kosmetik und Tattoostudios müssen wieder schließen. Im Bereich Kosmetik sind dann nur noch medizinisch notwendige Behandlungen und Fußpflege möglich

Auch bei den Kontaktbeschränkungen müsse der Landkreis die Zügel wieder straffer ziehen, so Pressesprecherin Brigitte Laux: Kontakte seien demnach ab 24. März wieder auf den eigenen Hausstand und eine weitere Person begrenzt. , wobei Kinder unter 15 Jahren unberücksichtigt bleiben. Außerdem dürfe die häusliche Unterkunft nur aus triftigen Gründen verlassen werden. Die Kreisbehörde weist zudem auf ein ab Mittwoch wieder geltendes Alkoholverbot hin.

Die Friseurgeschäfte, Baumärkte, Buchhandlungen, Baumschulen, Gartenmärkte und Blumengeschäfte bleiben geöffnet. Auch sind entsprechend der Sächsischen Corona-Schutzverordnung weiterhin „click & collect“ Angebote zulässig.

Die neuen Regelungen werden am 23. März veröffentlicht und treten am 24. März in Kraft, kündigte der Landkreis am Montag an.

Kitas und Schulen: „Wird die Inzidenz von 100 an fünf aufeinander folgenden Werktagen (Samstag ist Werktag) überschritten, ist die Kita-Betreuung und die Präsenzbeschulung ab der jeweils folgenden Woche unzulässig. Dieser Punkt wäre am Mittwoch, 24. März, erreicht, wenn die Werte in den nächsten Tagen nicht sinken“, so der Landkreis. In der darauffolgenden Woche starten am 29. März aber die Osterferien, in denen die Schulen ohnehin geschlossen sind. „Für die Kitas wird voraussichtlich eine Notbetreuung eingerichtet werden“, so Laux. Die Entscheidungen hierüber treffe allerdings der Freistaat.

Deutlich wird die angespannte Lage auch an der wachsenden Zahl von Kitas, Schulen und Horten, für die Quarantäne-Verfügungen erlassen wurden.
Hier ein Überblick aller Einrichtungen, für die seit dem 15. März Quarantäne-Maßnahmen gelten (Stand 22. März, 10 Uhr):

• Frohburg Oberschule „Maxim Gorki“, Schüler der Klasse 7b, die am 15.03.2021 die Schule besuchten - bis einschließlich 29.03.2021

• Colditz Grundschule - Kinder der Klasse 3b, die am 12.03.2021 die Grundschule besuchten - bis einschließlich 26.03.2021

• Geithain International Primary School - Schüler der Klasse 2 und 2b, die am 17.03.2021 die Schule besuchten - bis einschließlich 29.03.2021

• Gymnasium, Schüler und Schülerinnen der Klasse 12, die am 16.03.2021 die Kurse ph1 und de1 besuchten sowie das betreuende pädagogische Personal - bis einschließlich 30.03.2021

• Borna Gymnasium, Schüler und Schülerinnen der Klasse 12, die am 11.03.2021 die Kurse BIO2 und/oder am 15.03. en31 und/oder am 16.03.2021 de1 besuchten - bis einschließlich 26. bzw. 29. bzw. 30.03.2021.

• Wurzen Berufliches Schulzentrum - alle Schüler der Klasse SoA 19, die am 16.03.2021 die Schule besuchten - bis einschließlich 30.03.2021

• Borna Kita „Neues Leben“, Kinder der Gelben und Lila Gruppe, die am 12.03.2021 die Einrichtung besuchten - bis einschließlich 26.03.2021

• Zwenkau Kita Pulvermühle - Kinder der Gruppe Kleine Krippe, die am 15.03.2021 die Einrichtung besuchten - bis einschließlich 29.03.2021

• Wurzen Förderzentrum Burkhartshain, Schüler und Schülerinnen der Klasse 8b, die am 10.03.2021 die Schule besuchten sowie das betreuende Personal - bis 26. bzw. 29.03.2021.

• Borna Gymnasium, Schüler und Schülerinnen der Klasse 11, die am 12.03.2021 die Kurse ge4 und/oder MA1 und/oder grw1 und/oder awb1 und/oder am 15.03.2021 die Kurse de1 und/oder en32 und/oder de2 und/oder en31 besuchten - bis 26. bzw. 29.03.2021.

• Brandis Gymnasium, Schüler und Schülerinnen der Klasse 8 III Gruppe 1 und der Sprachgruppe Russisch 1, die am 15.03.2021 die Einrichtung besuchten - bis einschließlich 29.03.2021

• Regis-Breitingen Hortkinder der Klasse 3 Grundschule, die am 11.03.2021 den Hort Regenbogenland besuchten - bis einschließlich 25.03.2021

• Wurzen Kita „DRK Kinderland Sonnenschein“, Kinder der Kükengruppe, die am 12.03.2021 die Einrichtung besuchten - bis einschließlich 26.03.2021

• Grundschule Neukirchen Kinder der Klasse 2, die am 12.03.2021 die Schule besuchten - bis einschließlich 26.03.2021

• Frohburg „Hans Coppi“ Grundschule Frankenhain, Kinder der Klasse 2, die am 11.03.2021 und/oder 12.03.2021 die Grundschule besuchten - bis einschließlich 26.03.2021

• Geithain „Paul-Günther-Grundschule“, Kinder der Klassen 2, 3 und 4, die am 11.03.2021 die Grundschule besuchten - bis einschließlich 25.03.2021.

• Lossatal Kita „Käferparadies“ Thammenhain, Kinder der jüngeren Krippengruppe, die am 12.03.2021 die Einrichtung besuchten - bis einschließlich 26.03.2021

• Rötha Kindertagesstätte „Regenbogenland“, Kinder, die am 10.03. im Obergeschoss und am 11.03.2021 im Untergeschoss der Einrichtung betreut wurden und für das sie an diesem Tag betreuende Personal - bis 24. bzw. 25.03.2021

• Borsdorf Kinder der Vorschulgruppe der Kindertagesstätte „Kleine Entdecker“, die am 11.03.2021 die Einrichtung besuchten - bis einschließlich 25.03.2021.

• Machern, Kindertagesstätte „Knirpsenhaus“ - Kinder der Gruppen 8, 9, 10, 11, die am 09.03.2021 die Einrichtung besuchten, sowie an das die Kinder am 09.03.2021 betreuende pädagogische Personal - bis einschließlich 23.03.2021

• Machern, Grundschule Machern Klasse 4a, Schülerinnen und Schüler, die am 11.03.2021 die Grundschule besuchten sowie das betreuende pädagogische Personal - bis einschließlich 25.03.2021

Sämtliche Allgemeinverfügungen zu betroffenen Einrichtung finden sich auf der Homepage des Landratsamtes und sind hier auch alphabetisch nach Orten sortiert (www.landkreisleipzig.de)

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Zwenkauer See: Radfahrer verletzt sich schwer


Bitteres Ende eines Rad-Ausflugs: Am Zwenkauer See prallten am Samstagmittag drei Radfahrer gegeneinander. Rettungsdienst und Polizei waren im Einsatz.
Ein schwerer Verkehrsunfall, in den drei Radfahrer verwickelt waren, ereignete sich am Samstagmittag am Zwenkauer See. Nach Angaben der Leipziger Polizei fuhren die drei Radler am Südufer in Richtung Zwenkau.

Zwenkau: Radfahrer fuhren aufeinander auf

Ein 52-jähriger Mann, einer der Radfahrer, fuhr kurz gegen 12.15 Uhr nahe des Trianon am Rand des Eichholzes auf einen Achtjährigen auf und stürzte. Der dahinterfahrende 67-Jährige konnte nicht bremsen und stürzte ebenfalls. Der 52-Jähriger erlitt schwere Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte den Mann mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus.

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Seelentröster auf vier Beinen: So helfen Hunde Kindern durch die Pandemie


Die Begeisterung ist immer groß, wenn die beiden vierbeinigen Freunde von Teamleiterin Isabell Sojka mit in die Tagesgruppe dürfen. Sie lieben ihren „Job“ – und die Kinder lieben sie. Gerade in Corona-Zeiten ist das Kuscheln wichtig.
Wenn Teamleiterin Isabell Sojka ihre beiden Mischlinge Pi und Fritte mit in die Tagesgruppe der Kinderarche nach Großdalzig in die Hauptstraße des Zwenkauer Ortsteils mitbringt, ein- bis zweimal in der Woche, ist die Begeisterung immer groß. Die ruhige, neun Jahre alte Hundedame Pi und der lebhafte, elf Monte alte Rüde Fritte, wegen seiner Farbe nach dem beliebten Kartoffelstäbchen benannt, sind die vierbeinigen Superstars unter den neun Kindern zwischen sechs und vierzehn Jahren, die von Sojka und drei Kolleginnen betreut werden. Nach der Schule geht es in die Tagesgruppe: Die Mädchen und Jungen mit vielfältigen Schwierigkeiten kommen – wenn nicht gerade Corona wütet – von Montag bis Freitag aus einem Umkreis von rund 40 Kilometern mit Fahrdiensten gleich nach dem Unterricht in die Tagesgruppe. Sie haben Probleme in der Schule oder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Sie essen gemeinsam zu Mittag und bekommen ganz individuelle Hilfe – bei den Hausaufgaben oder den Freizeitangeboten, die zwar Spaß machen sollen, bei denen der Fokus und die Unterstützung aber auf die jeweiligen besonderen Bedürfnisse und die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes abgestimmt sind. Aktuell wird im Ferienmodus gearbeitet: „Wir arbeiten intensiv mit Schulen und Eltern zusammen, damit das, was wir hier beginnen, zu Hause fortgeführt werden kann“, erzählt Einrichtungsleiterin Alexandra Schwander. Täglich setzen sich alle an einen Tisch, jeder darf sein Feedback geben. „Aktuell haben wir uns mit unserem Angebot auf den Ferienmodus angepasst“, sagt Schwander. Das heißt: Diejenigen, die nicht in die Schule gehen, werden beim Homeschooling und bei Videokonferenzen unterstützt. Wegen des Ansteckungsrisikos mit dem Corona-Virus herrscht, anders als in den Wohngruppen, auch im Haus Maskenpflicht. „Die Kinder bemühen sich nach Kräften, Abstand zu halten, obwohl ihnen das beim Spielen manchmal sehr schwer fällt“, so Schwander. Körperkontakt, Kuscheln und Trösten fehlten allen. Fritte brannte schon als Welpe für seinen Job: Und in diese Bresche springen Pi und Fritte. Isabell Sojka hatte schon immer im Kopf, ihre Vierbeiner mit den Kindern zusammenzubringen. Fritte hat sie als Welpen eigens dafür ausgesucht. „Er war vom ersten Tag an Feuer und Flamme für seine Aufgabe“, schmunzelt Sojka. Während die ältere Dame Pi zurückhaltender ist, drängelt Fritte sich gerne nach vorne. Pi kann allerhand Tricks, sie macht Männchen, rollt sich, stellt sich schlafend und bellt auf Kommando. Dafür gibt’s von den Kindern ein Leckerli. Kinder lernen geduld und Regeln: „Die Kinder lernen nicht nur die Hundesprache und das Verhalten der Vierbeiner, sondern auch, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren und genau zu sein“, sagt die Teamleiterin. „Wenn sie zu unserer musikalischen Entspannungsreise auf der Couch sitzen, kommen sie viel schneller runter, wenn sie dabei die Hunde streicheln.“ Außerdem gibt es Regeln. Wenn die Hunde auf ihrem Platz liegen, dürfen sie nicht angefasst oder gerufen werden. Geduld zu üben, fällt Sarah (10) schwer, sie liebt ihren „Fritti“. Anna (11) dagegen ist mit Hunden aufgewachsen, sie genießt besonders die ausgedehnten Spaziergänge über die Felder. Das Team in Großdalzig würde sich über pädagogische Verstärkung freuen. Gesucht wird ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin aus den Bereichen Erziehung, Sozialarbeit oder Heilpädagogik für 30 Stunden. Mehr dazu unter www.kinderarche-sachsen.de. Von Gislinde Redepenning

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Ein wahrer Krimi ...




„Kreuzworträtselmord“: Vor 40 Jahren fand ein Schkeuditzer einen toten 7-Jährigen in einem Koffer


Das vielleicht dramatischste Verbrechen der DDR jährt sich zum 40. Mal: der „Kreuzworträtselmord“. Er gilt als der Kriminalfall mit der weltweit umfassendsten Auswertung von Schriftproben. Die Ermittlungen haben auch Verbindungen nach Sachsen.
„Es war genauso ein Dreckswetter wie heute“, sagt Uwe Theuerkorn. Nebel, ein bisschen kälter, etwas mehr Schnee. Mit der LVZ ist der Schkeuditzer an diesem Tag im Januar noch einmal an jenen Ort gekommen, der vor 40 Jahren sein Leben durchaus beeinflusst hat. Der gelernte Gleisbaufacharbeiter ist damals 19 Jahre alt, läuft als Streckenwärter jeden Tag zur Kontrolle der Schienen die acht Kilometer von Schkeuditz nach Leipzig-Wahren oder in der Gegenrichtung. Zwischen den Gleisen 2 und 3: An jenem Tag im Januar 1981 liegt er plötzlich zwischen Kilometer 107,2 und 107,4, zwischen den Gleisen 2 und 3 ein brauner Koffer, leicht feucht auf dem Deckel vom gefallenen Schnee und rechts eingebeult. Mit einem Laschenschlüssel zum Nachziehen von lockeren Schienenbefestigungen – „irgendwie hatte ich schon eine dunkle Vorahnung“ – öffnet Theuerkorn den Koffer und wird diesen grauenvollen Anblick nie vergessen: Zwischen vielen Zeitungen liegt in eine Plastefolie eingewickelt ein zu­sammengekauertes Kind. Eine alte Fellmütze ist über die Beine gezogen. Über die teils ausgefüllten Kreuzworträtsel in den Zeitungen – durch die markante Handschrift die einzige verwertbare Spur – können die Ermittler Monate später über die Schwiegermutter, die die Kreuzworträtsel ausgefüllt hatte, den Täter ausfindig machen. Berührung bringt Gewissheit: Eine kurze Berührung des Oberschenkels mit dem Laschenschlüssel bringt die traurige Gewissheit, dass das Kind tot ist. „Durch die Folie hat man das kleine Köpfchen gesehen. Da habe ich gleich wieder zugemacht.“ Was der Schkeuditzer in diesem Moment noch nicht weiß: Mit seinem Fund wird er die umfangreichsten Ermittlungen in der DDR-Geschichte auslösen. Bald ist jedoch klar, dass es sich um den am 15. Januar als vermisst gemeldeten Lars Bense, sieben Jahre alt, aus Halle-Neustadt handelt. Keine Alpträume: „Die Erinnerungen an diesen Moment verblassen nicht“, sagt der heute 59-Jährige. Alpträume habe er aber nicht, er könne „total ruhig schlafen“. Er habe sich damals nicht vorstellen können, dass „es in der DDR solche Lumpen gibt, die sich an Kindern vergreifen“. Dass der Täter ein Jahr jünger ist als er, kann er zu diesem Zeitpunkt nicht wissen. Nach einem ersten Schock stoppt er einen Kohlezug mit über 1000 Tonnen Braunkohle, informiert den Lokführer über den grausigen Fund, rennt 500 Meter weiter zum nächsten Fernsprecher, damit seitens des Stellwerks die gesamte Strecke gesperrt wird, und wartet vor Ort auf das Eintreffen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Arzt. „Bis dahin habe ich mehrere Zigaretten geraucht“, erinnert sich Theuerkorn. Fürs Rauchen am Fundort habe er an diesem Tag seinen „ersten Anschiss abgefasst“, später einen zweiten vom Brigadier auf Arbeit, weil er viel zu spät erscheint. „Doch ich wurde ja zunächst von der Kripo nach Leipzig zum Verhör und zur Blutgruppenbestimmung gebracht“, berichtet er. Dort habe man ihn eher wie einen Täter behandelt, mit der Straßenbahn wieder zurückgeschickt und zur Verschwiegenheit verpflichtet. Keinerlei Anerkennung: Gibt es Anerkennung für das beherzte Agieren? „Nein, weder von Polizei- noch von Bahnseite“, sagt der Schkeuditzer, der – Ironie des Schicksals – 1991 mit Frau und Kind in ein Häuschen direkt am Bahndamm in Schkeuditz-Papitz zieht. Nur wenige Hundert Meter von jener Stelle entfernt, an der er vor vier Jahrzehnten den braunen Koffer mit dem grausigen Inhalt gefunden hat. Von den monatelangen Ermittlungen vor 40 Jahren bekommt Theuerkorn nur wenig mit, obwohl seine Frau Monika bei Halloren Halle Erstliga-Handball spielt – sicher auch weil er vor Gericht nicht als Zeuge aussagen muss. Erst viel später erfährt er vom unglaublichen Ausmaß der Ermittlungen. Fremdeln mit Filmen: Mit dem einige Jahre später gedrehten Fernsehfilm der Reihe „Polizeiruf 110“ und einer Fernsehdoku nach der Wende fremdelt er – seiner Meinung nach werden da „viele Fakten verfälscht und wir Eisenbahner als Blödmänner dargestellt“. Da habe ihm schon ein wenig das Eisenbahnerherz geblutet. Versöhnt hat ihn ein wenig die Veranstaltung „Kriminalisten im Kreuzverhör – spektakuläre Kriminalfälle in der DDR“, zu der er 2017 nach Gera eingeladen wird. Mit dabei sind der damalige Leiter der halleschen Morduntersuchungskommission Siegfried Schwarz, der Kriminalrat a. D. und Autor Hans Thiers sowie Schauspieler Andreas Schmidt-Schaller (Polizeiruf 110, Soko Leipzig). „Schönes Event“, sagt Theuerkorn. In Familie noch Thema: Und heute, wie gestaltet sich die Retrospektive auf das Geschehen vor 40 Jahren? „In der Familie ist dies schon immer mal Thema, sonst verblassen einige Erinnerungen“, so der Schkeuditzer. „Manchmal, wenn ich an der Fundstelle vorbeikomme, denke ich daran, dass der kleine Junge von damals heute vielleicht ein glücklicher Familienvater hätte sein können.“ Der Täter: Matthias S. (18) spricht den siebenjährigen Lars Bense am 15. Januar 1981 vor dem Kino im ­Speisesaal der Gaststätte „Treff“ in Halle-Neustadt an, lockt ihn unter einem Vorwand in die Wohnung der Mutter seiner Freundin und missbraucht ihn dort. Später erschlägt er den Jungen mit einem Hammer und sticht anschließend mehrmals auf ihn ein. Die in einen Koffer verpackte ­Leiche wirft er später auf der Fahrt nach Leipzig aus einem Zugfenster. Das Urteil: 1982 wird Matthias S. zu lebenslanger Haft mit gleichzeitiger Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Da er zum Tatzeitpunkt erst 18 Jahre alt ist, wird das Verfahren nach der Wende wieder aufgerollt: Das neue Urteil lautet auf zehn Jahre Jugendstrafe mit anschließender Einweisung in den Maßregelvollzug. Das weitere Schicksal: 1999 wird Matthias S. endgültig entlassen und lebt mit seiner Frau sowie deren Sohn in Magdeburg. Dort verstirbt er schwer krank am 15. Januar 2013 – genau 32 Jahre nach seinem Verbrechen. Die Angehörigen: Die Eltern des Opfers ziehen mit der älteren Schwester in eine andere Stadt, erhalten neue Arbeitsstellen. Später trennen sie sich. Der zuvor schon alkoholkranke Vater, der völlig abstürzt, stirbt am 15. Januar 1994 – auf den Tag genau 13 Jahre nach dem Verbrechen an seinem Sohn. Der Vater des Täters nimmt sich einige Jahre nach der Tat selbst das Leben. Die Ex-Freundin des Täters: Die damalige Freundin des Täters, Kerstin Apel, veröffentlicht im Februar 2013 den Roman „Der Kreuzworträtselmord. Die wahre Geschichte“. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen sie wegen möglicher Mittäterschaft oder Beihilfe werden gut ein Jahr später aus Mangel an Beweisen eingestellt. Die Ermittler: Die erweiterte Morduntersuchungskommission zählt bis zu 60 Kriminalisten – plus vier extra abgestellte Stasi-Offiziere von der Untersuchungsabteilung IX. Sie werten binnen gut zehn Monaten über 550 000 Schriftproben aus – darunter Zehntausende Antworten auf ein eigens platziertes Kreuzworträtsel in der damaligen SED-Bezirkszeitung „Freiheit“, Kaderakten, Anträge an Wohnungsgenossenschaften, Anmeldungen an den Ifa-Vertrieb für den Kauf eines Autos, Telegramme, Karteikarten des Amtes für Arbeit sowie 60 Tonnen Altpapier, die von Schülern in Halle-Neustadt gesammelt zu den Ermittlern weitergeleitet werden. Die Stasi: Von jeder Ermittlungsakte geht ein Durchschlag an die Stasi, sie ist von Beginn an involviert. Einem gebürtigen Bad Dübener und späteren Chef der halleschen Bezirksverwaltung der Staatssicherheit, Generalmajor Heinz Schmidt, ist es zu verdanken, dass die groß angelegte Abnahme von Schriftproben gegen einigen Widerstand in den eigenen Reihen auch neun Monate nach dem Mord weiter fortgesetzt wird. Am Freitag, dem 13. November trifft die richtige Schriftprobe endlich ein. Der Handschriften-Experte: Karlheinz Böhle aus Wilsdruff (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) ist damals als Ausbilder zuständig für die Schriftsachverständigen der Volkspolizei und in ständigem Kontakt mit den ermittelnden Kollegen in Halle. Er erklärt vor einigen Jahren in der „Sächsischen Zeitung“: „Trotz viel fortschrittlicherer Ermittlungsmethoden könnte der Fall heute womöglich gar nicht mehr aufgeklärt werden.“ Grund sei, dass aktuell wesentlich ­weniger mit der Hand geschrieben wird. Die Nachgeschichte: Es gibt mehrere Bücher zu dem Fall. 1988 wird er als 123. Folge der DDR-Filmreihe „Polizeiruf 110“ verfilmt – mit dem gebürtigen Arnstädter Andreas Schmidt-Schaller als Leutnant Thomas Grawe in seinem 15. Fall sowie als Premiere mit dem gebürtigen Chemnitzer Günter Naumann als Hauptmann Günter Beck. Regie führte der Dresdner Thomas Jacob. Von Martin Pelzl


Unbekannter Ursprungsbeitrag

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Andreas vom Zwenkauer See

Grob beschrieben war die Konstruktion so:
Von den drei Türmen gingen Tragseile zu einer Gitterkonstruktion in der Mitte. An dieser Gitterkonstruktion war die Geräteplattform unterhalb montiert.
Beim Bau wurden zuerst die Gitterkonstruktion mit den Seilen gebaut und straff gezogen wodurch das Ganze in die Höhe ging. Als das alles befestigt war, wurde die Geräteplattform von unten mit Seilen senkrecht hoch gezogen.
Um diese Geräteplattform herab zu lassen, hätten mehrere Menschen darauf gehen müssen. Das war wahrscheinlich nicht mehr möglich.
Auf diversen Fotos im Internet ist auch der Zustand der Anlage vor dem Zusammenbruch zu sehen. Ich möchte es mal freundlich sagen: die US-Regierung hat hier ziemlich an der Pflege und Wartung gespart !
Und das die Spitzen der drei Türme auch abgebrochen sind zeigt für mich zweierlei: erstens wirkten hier gewaltige Kräfte und zweites scheinen die Türme auch schon Schwächen gehabt zu haben.